Product Documentation

Upgrade einer Bereitstellung

Aug 17, 2016

Einführung

Sie können bestimmte Bereitstellungen aktualisieren, ohne zunächst neue Maschinen oder Sites erstellen zu müssen. Ein solches Upgrade wird als direktes Upgrade bezeichnet. Sie können ein Upgrade folgender Versionen durchführen:

  • Von XenDesktop 5 (oder einer höheren Version) auf die neueste freigegebene ("aktuelle") XenDesktop-Version
  • Von XenApp 7.5 (oder einer höheren Version) auf die neueste freigegebene ("aktuelle") XenApp-Version

Sie können mit dem aktuellen XenApp-Installationsprogramm auch einen XenApp 6.5-Workerserver auf einen aktuellen VDA für Windows-Serverbetriebssysteme aktualisieren. Dies ist eine zusätzliche Aktivität bei der Migration von XenApp 6.5. Weitere Informationen finden Sie unter Upgrade eines XenApp 6.5-Workers auf einen neuen VDA für Windows-Serverbetriebssysteme.

Zum Starten eines Upgrades führen Sie das Installationsprogramm in der neuen Version aus, um zuvor installierte Kernkomponenten (Delivery Controller, Citrix Studio, Citrix Director, Citrix Lizenzserver) sowie Virtual Delivery Agents zu aktualisieren. Das Installationsprogramm ermittelt, welche Komponenten ein Upgrade erfordern und startet dann das Upgrade auf Ihren Befehl hin. Nach dem Upgrade der Komponenten verwenden Sie die neu aktualisierte Version von Studio zum Durchführen des Upgrades der Site-Datenbank und der Site.

Im vorliegenden Dokument bezieht sich "Produkt", sofern nicht anders angegeben, auf XenApp 7.x oder XenDesktop 7.x.

Aktualisierbare Produktkomponenten

Mit dem Produktinstallationsprogramm und Studio können Sie folgende Komponenten aktualisieren:

  • Delivery Controller 5 oder höher
  • VDA 5.0 SP1 oder höher
    • Im Gegensatz zu früheren VDA-Releases müssen Sie für das Upgrade der VDAs das Produktinstallationsprogramm verwenden, MSI-Dateien können nicht verwendet werden.
    • Wenn das Installationsprogramm auf der Maschine Receiver für Windows erkennt (Receiver.exe), erfolgt ein Upgrade auf die Receiver-Version auf dem Installationsmedium des Produkts.
    • VDA 5.0 SP1 bis 7.8: Wenn das Installationsprogramm Receiver für Windows Enterprise (CitrixReceiverEnterprise.exe) auf der Maschine erkennt, erfolgt ein Upgrade auf Receiver für Windows Enterprise 3.4.
  • Director 1 oder höher
  • Datenbank: Es erfolgen ein Upgrade des Schemas und eine Migration der Daten der Sitedatenbank (sowie der Konfigurationsprotokollierungsdatenbank und der Überwachungsdatenbank, sofern eine frühere 7.x-Version aktualisiert wird).
  • Personal vDisk

Aktualisieren Sie, falls erforderlich, anhand der Informationen in der Feature-/Produktdokumentation die folgenden Elemente:

  • Provisioning Services (für XenApp 7.x und XenDesktop 7.x empfiehlt Citrix, dass Sie die aktuelle freigegebene Version verwenden; die unterstützte Mindestversion ist Provisioning Services 7.0).
    • Aktualisieren Sie den Provisioning Services-Server mit dem parallelen Serverupgrade und die Clients mit der vDisk-Versionsverwaltung.
    • Provisioning Services 7.x unterstützt nicht das Erstellen von neuen Desktops mit Versionen von XenDesktop 5. Obwohl vorhandene Desktops weiterhin funktionieren, können Sie daher mit Provisioning Services 7.x erst dann neue Desktops erstellen, wenn Sie für XenDesktop ein Upgrade durchgeführt haben. Wenn Sie eine heterogene Umgebung mit XenDesktop 5.6 und XenDesktop 7.x-Sites planen, führen Sie daher kein Upgrade von Provisioning Services auf Version 7 durch.
  • Microsoft System Center Virtual Machine Manager SCVMM. Das aktuelle Produkt unterstützt SCVMM 2012 und SCVMM 2012 SP1. XenDesktop 5.x unterstützt frühere Versionen. Verwenden Sie zur Minimierung von Ausfallzeiten die folgende Upgradereihenfolge:
    1. Wenn Sie Controller mit Versionen vor XenDesktop 5.6 FP1 haben, aktualisieren Sie diese auf XenDesktop 5.6 FP1 (siehe XenDesktop-Dokumentation für Version 5.6 FP1).
    2. Aktualisieren Sie die SCVMM-Server auf SCVMM 2012 (Anweisungen finden Sie in der Dokumentation von Microsoft).
    3. Aktualisieren Sie die XenDesktop-Komponenten auf die aktuelle Version.
    4. Falls gewünscht, können Sie ein Upgrade des SCVMM-Servers auf SCVMM 2012 SP1 durchführen.
  • StoreFront:

Anforderungen, Einschränkungen und Vorbereitung

  • Sie müssen die grafische Benutzeroberfläche oder die Befehlszeilenschnittstelle des Installationsprogramms für das Upgrade der Kernkomponenten und VDAs verwenden. Sie können keine Daten von einer früheren Version importieren oder migrieren.
  • Wenn Sie Komponenten auf die neue Version aktualisieren, andere Komponenten (auf anderen Maschinen) jedoch nicht, wird von Studio eine Erinnerung ausgegeben. Beispiel: Wenn ein Upgrade neue Versionen von Controller und Studio enthält und Sie nur den Controller aktualisieren (jedoch das Installationsprogramm auf der Maschine, auf der Studio installiert ist, nicht ausführen) lässt Studio eine Verwaltung der Site erst dann wieder zu, wenn Sie auch für Studio ein Upgrade durchgeführt haben.
  • Stellen Sie vor dem Upgrade des Citrix Lizenzservers sicher, dass Ihr Subscription Advantage-Datum für die neue Produktversion gültig ist. Wenn Sie ein Upgrade einer früheren 7.x-Produktversion durchführen, muss das Datum mindestens 2016.0518 sein.
  • Sie können kein Upgrade von XenDesktop Express Edition durchführen. Beschaffen und installieren Sie eine Lizenz für eine derzeit unterstützte Edition und führen Sie anschließend ein Upgrade durch.
  • Vor Beginn einer Upgradeaktivität sichern Sie die Datenbank (siehe CTX135207), damit Sie sie im Falle eines Problems nach dem Datenbankupgrade wieder herstellen können.
  • Optional können Sie Vorlagen sichern und evtl. verwendete Hypervisors aktualisieren.
  • Stellen Sie vor dem Upgrade sicher, dass die Site stabil und funktionsfähig ist. Bestehen bei einer Site Probleme, werden diese durch ein Upgrade nicht behoben. Stattdessen kann das Upgrade zusätzliche Probleme verursachen, die sich nur schwer beheben lassen.
  • Bevor Sie ein Upgrade durchführen, schließen Sie alle Programme, die Dateisperren verursachen könnten, einschließlich Verwaltungskonsolen und PowerShell-Sitzungen. (Das Neustarten der Maschine stellt sicher, dass alle Dateisperren aufgehoben werden und keine Windows-Updates ausstehen.)
  • Wenn Sie Sites einer früheren Version neben Sites der aktuellen Version beibehalten müssen, lesen Sie den Abschnitt Hinweise zu heterogenen Umgebungen.
  • Wenn Sie VDAs unter Windows XP oder Windows Vista installiert haben, lesen Sie den Abschnitt VDAs auf Maschinen mit Windows XP oder Windows Vista.
  • Wenn Sie nicht alle VDAs auf die aktuelle Version aktualisieren möchten, lesen Sie Unterstützung gemischter VDAs.
  • Enthält Ihre Bereitstellung Webinterface, empfiehlt Citrix die Verwendung von StoreFront.
  • Auf den Maschinen, auf denen Sie die Produktkomponenten aktualisieren, müssen Sie sowohl Domänenbenutzer als auch lokaler Administrator sein.
  • Lesen Sie den Abschnitt zur Upgradereihenfolge, damit Sie mögliche Ausfälle einplanen und das Risiko entschärfen können.

In folgenden Situationen ist kein Upgrade möglich:

  • Bei einer Early Release- oder Technology Preview-Version
  • Bei einer XenApp-Version vor 7.5 (außer Sie ersetzen XenApp 6.5-Software auf einem Server mit einem aktuellen VDA für Serverbetriebssysteme, siehe Migrieren von XenApp 6.x)
  • Bei einer XenDesktop-Version vor Version 5.6, siehe Migrieren von XenDesktop 4.
  • Von XenApp auf XenDesktop oder von XenDesktop auf XenApp

Empfehlung: Prüfen Sie vor dem Upgrade und während des Upgrades die Integrität des Systems. Führen Sie Site testen zu den folgenden Zeitpunkten aus:

  • Bevor Sie Backups erstellen
  • Nach jedem Controllerupgrade
  • Nach dem Upgrade von VDAs und anderer Komponenten
  • Nach dem Upgrade der Site über Studio

Hinweise zu heterogenen Umgebungen

Wenn Ihre Umgebung Sites/Farmen mit mehreren Produktversionen enthält (heterogene Umgebung), empfiehlt Citrix die Verwendung von StoreFront zum Aggregieren von Anwendungen und Desktops aus den unterschiedlichen Produktversionen (Beispiel: Sie haben eine XenDesktop 7.1-Site und eine XenDesktop 7.5-Site). Weitere Informationen finden Sie in der Dokumentation zu StoreFront.

  • Verwenden Sie in einer heterogenen Umgebung weiterhin Studio und Director für das jeweilige Release. Die verschiedenen Versionen müssen jedoch auf separaten Maschinen installiert sein.
  • Wenn Sie XenDesktop 5.6 und XenDesktop 7.x-Sites parallel ausführen und für beide Provisioning Services verwenden möchten, stellen Sie entweder eine neue Version von Provisioning Services für die Verwendung mit der 7.x-Site bereit oder aktualisieren Sie die aktuelle Version von Provisioning Services. In diesem Fall können Sie jedoch keine neuen Arbeitslasten in der XenDesktop 5.6-Site mehr bereitstellen.

Citrix empfiehlt, in einer Site jeweils alle Komponenten zu aktualisieren. Sie können zwar von einigen Komponenten die früheren Versionen verwenden, jedoch sind u. U: nicht alle Features einer aktuellen Version verfügbar. Beispiel: Sie können zwar aktuelle VDAs in Bereitstellungen mit älteren Controllerversionen verwenden, jedoch sind die neuen Features des aktuellen Releases möglicherweise nicht verfügbar. Bei der Registrierung des VDAs können beim Verwenden nicht aktueller Versionen ebenfalls Probleme auftreten. Weitere Informationen finden Sie unter Hinweise zu gemischten VDAs.

  • Sites mit Controllern der Version 5.x und VDAs der Version 7.x sollten in diesem Zustand nur vorübergehend verbleiben. Im Idealfall sollten Sie das Upgrade aller Komponenten so schnell wie möglich durchführen.
  • Führen Sie ein Upgrade einer eigenständigen Studio-Version erst dann durch, wenn Sie zur Verwendung der neuen Version bereit sind.

VDAs auf Maschinen mit Windows XP oder Windows Vista

Sie können kein Upgrade von VDAs auf Maschinen mit Windows XP oder Windows Vista auf eine 7.x-Version durchführen. Sie müssen VDA 5.6 FP1 mit bestimmten Hotfixes verwenden. Anweisungen hierfür finden Sie unter CTX140941. Obwohl ältere VDAs in einer 7.x-Site funktionieren, können zahlreiche Features nicht verwendet werden. Beispiele:

  • Features in Studio, die eine neuere VDA-Version erfordern
  • Konfiguration von App-V-Anwendungen über Studio
  • Konfiguration von Receiver StoreFront-Adressen über Studio
  • Automatische Unterstützung der Microsoft Windows-KMS-Lizenzierung bei Verwendung von Maschinenerstellungsdiensten Siehe CTX128580.
  • Informationen in Director:
    • Anmeldezeiten und Anmeldeende-Ereignisse, die sich auf die Anmeldungsdauer auswirken, in den Ansichten "Dashboard", "Trends" und "Benutzerdetails"
    • Eine Aufschlüsselung der Anmeldedauer für HDX-Verbindungs- und Authentifizierungszeiten sowie Zeitdauerangaben für Profil- und GPO-Ladevorgänge, Anmeldeskript und die Herstellung interaktiver Sitzungen
    • Einige Kategorien der Fehlerraten für Maschinen und Verbindungen
    • Aktivitätsmanager in der Ansicht "Helpdesk" und "Benutzerdetails"

Citrix empfiehlt ein Reimaging der Windows XP- und Windows Vista-Maschinen unter einer unterstützten Betriebssystemversion und die anschließende Installation der aktuellen VDA-Version.

VDAs auf Maschinen mit Windows 8.x oder Windows 7

Für ein Upgrade von VDAs auf Maschinen mit Windows 8.x oder Windows 7 auf Windows 10 empfiehlt Citrix ein Reimaging der Maschinen mit Windows 7 und 8.x auf Windows 10 und die anschließende Installation der VDAs für Windows 10. Ist ein Reimaging nicht möglich, deinstallieren Sie den VDA vor dem Upgrade des Betriebssystems, da er ansonsten einen nicht unterstützten Zustand annimmt.

Unterstützung gemischter VDAs

Für ein Upgrade des Produkts auf eine neuere Version empfiehlt Citrix, dass Sie alle Kernkomponenten und VDAs aktualisieren, damit Sie alle neuen und verbesserten Features der Edition verwenden können. Beispiel: Zur Verwendung der Features Sitzungsvorabstart, Sitzungsfortbestehen und nicht authentifizierte Benutzer des Releases 7.6 müssen die VDAs mindestens in Version 7.6 vorliegen.

In einigen Umgebungen ist ein Upgrade aller VDAs auf die aktuelle Version möglicherweise nicht möglich. In diesem Fall können Sie beim Erstellen eines Maschinenkatalogs die auf den Maschinen installierte VDA-Version angeben. Standardmäßig ist für diese Einstellung die neueste empfohlene VDA-Version festgelegt. Sie müssen eine Änderung dieser Einstellung nur dann in Betracht ziehen, wenn der Maschinenkatalog Maschinen mit früheren VDA-Versionen enthält. Das Vorhandensein mehrerer VDA-Versionen im selben Maschinenkatalog kann jedoch unerwünschte Auswirkungen haben.

Wie oben erwähnt muss in Bereitstellungen mit Windows XP- und Windows Vista-Systemen eine frühere VDA-Version verwendet werden. Für den Maschinenkatalog, der die entsprechenden Maschinen enthält, muss VDA Version 5.6 FP1 festgelegt werden. Die VDAs können sich erfolgreich beim Controller registrieren, doch die Maschinen können viele der neuen Features der 7.x-Versionen (einschließlich StoreFront) nicht verwenden. Das Gleiche gilt für Maschinen mit VDAs der Version 7.x, die Sie einem solchen Katalog hinzufügen. Dies wird in der folgenden Abbildung dargestellt.

Wenn Sie wie im o. g. Fall ältere VDAs weiterhin verwenden müssen, fassen Sie diese in einem eigenen Maschinenkatalog zusammen.

Wenn ein Maschinenkatalog mit der standardmäßig empfohlenen VDA-Versionseinstellung erstellt wird und auf Maschinen in dem Katalog eine frühere VDA-Version installiert ist, können sich diese Maschinen nicht beim Controller registrieren und funktionieren nicht.

Beispiel (aktuelle VDA-Version sei 7.6): Sie erstellen einen Maschinenkatalog mit der VDA-Standardeinstellung: "7.6 (für die neuesten Features empfohlen)". Sie fügen dem Katalog drei Maschinen hinzu, zwei mit VDA 7.6 und eine mit VDA 7.1.

Die Maschine mit VDA 7.1 kann sich in diesem Fall nicht beim Controller registrieren. Wenn Sie kein Upgrade dieses VDAs durchführen können, können Sie einen separaten Maschinenkatalog mit einer VDA-Einstellung von Version 7.0 oder höher erstellen und diesem die Maschine hinzufügen. Die Maschine kann dann zwar die neuen Features der Version 7.6 nicht nutzen, sie kann sich jedoch beim Controller registrieren.

Aktualisierungsreihenfolge

Die Upgradereihenfolge ist unten dargestellt, Erläuterungen folgen. Werden Komponenten auf verschiedenen Maschinen installiert, führen Sie das Installationsprogramm auf jeder Maschine aus.

 

Aktualisieren von Komponenten

Zum Ausführen der grafischen Oberfläche des Installationsprogramms melden Sie sich bei der Maschine an und legen Sie anschließend das Installationsmedium ein oder stellen Sie das ISO-Laufwerk für das neue Release bereit. Doppelklicken Sie auf  Automatische Auswahl. Anweisungen zur Verwendung der Befehlszeilenschnittstelle finden Sie unter "Installieren über die Befehlszeile".

  1. Wenn mehrere Kernkomponenten (z. B. Controller, Studio und Lizenzserver) auf dem gleichen Server installiert sind und für mehrere dieser Komponenten eine neue Version verfügbar ist, werden alle beim Ausführen des Installationsprogramms auf dem Server aktualisiert. Wenn Kernkomponenten auf anderen Maschinen als dem Controller installiert sind, führen Sie das Installationsprogramm auf diesen Maschinen aus (empfohlene Reihenfolge: Lizenzserver, StoreFront und dann Director).
  2. Aktualisieren Sie die Provisioning Services-Server und -Clients (Anweisungen hierzu finden Sie in der Dokumentation zu Provisioning Services).
  3. Führen Sie das Produktinstallationsprogramm auf Maschinen mit VDAs aus. Sie können zwar ein Upgrade der VDAs vor oder nach dem Upgrade des Controllers durchführen, Citrix empfiehlt jedoch ein Upgrade vor dem des Controllers, damit anschließend neue Features schnell aktiviert werden können.

    Wenn Sie ein Upgrade für VDAs von einer früheren 7.x-Version auf physischen Maschinen (einschließlich Remote-PC-Zugriff-Maschinen) durchführen, verwenden Sie die Befehlszeilenschnittstelle mit dem folgenden Parameter: /EXCLUDE "Personal vDisk","Machine Identity Service". Beispiel:

    C:\x64\XenDesktop Setup\XenDesktopVdaSetup.exe /EXCLUDE "Personal vDisk","Machine Identity Service"

  4. Führen Sie das Produktinstallationsprogramm auf der Hälfte der Controller aus. (Damit werden auch alle anderen Kernkomponenten auf diesen Servern aktualisiert.) Wenn Ihre Site beispielsweise vier Controller enthält, führen Sie das Installationsprogramm auf zwei Controllern aus.
    • Dadurch dass die Hälfte der Controller aktiv bleibt, können Benutzer auf die Site zugreifen. Die VDAs können sich bei den anderen Controllern registrieren. Zeitweise wird die Site möglicherweise mit reduzierter Kapazität ausgeführt, da weniger Controller verfügbar sind. Durch das Upgrade wird nur für das Einrichten neuer Clientverbindungen während der letzten Datenbankaktualisierungsschritte eine kurze Unterbrechung verursacht. Die aktualisierten Controller können Anforderungen erst verarbeiten, wenn die gesamte Site aktualisiert wurde.
    • Wenn die Site nur einen Controller hat, ist sie während des Upgrades nicht funktionsfähig.
  5. Ist Studio auf einer anderen Maschine installiert als einer der im vorherigen Schritt aktualisierten Controller, führen Sie das Installationsprogramm auf der Maschine aus, auf der Studio installiert ist.
  6. Führen Sie über die neu aktualisierte Studio-Version ein Upgrade der Sitedatenbank aus. Einzelheiten finden Sie unter Aktualisieren der Datenbank und Site.
  7. Wählen Sie in der neu aktualisierten Studio-Version im Navigationsbereich Citrix Studio Sitename aus. Wählen Sie die Registerkarte Häufige Aufgaben. Wählen Sie Upgrade der übrigen Delivery Controller durchführen.
  8. Nach Abschluss des Upgrades und Bestätigen von dessen Durchführung schließen Sie Studio und öffnen Sie es erneut.
  9. Wählen Sie auf der Seite "Häufige Aufgaben" im Abschnitt "Sitekonfiguration" die Option Registrierung durchführen. Durch das Registrieren der Controller werden diese für die Site verfügbar.
  10. Nach Auswahl von Fertig stellen im Anschluss an das Upgrade können Sie sich optional für die Teilnahme beim Programm zur Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit von Citrix (Customer Experience Improvement Program, CEIP) registrieren, durch das anonyme Informationen zu Ihrer Bereitstellung gesammelt werden. Diese Informationen werden Verbesserung von Qualität, Zuverlässigkeit und Leistung des Produkts verwendet.
  11. Nach dem Upgrade von Komponenten, Datenbank und Site führen Sie mit Studio folgende Arbeitsgänge durch:
    • Testen Sie die neu aktualisierte Site. Wählen Sie in Studio im Navigationsbereich Citrix Studio Sitename. Wählen Sie die Registerkarte Häufige Aufgaben und dann Site testen. Diese Tests werden automatisch nach dem Upgrade der Datenbank ausgeführt, Sie können sie jedoch jederzeit wiederholen.
    • Aktualisieren Sie alle Masterimages, die den aktualisierten VDA verwenden.
    • Aktualisieren Sie Maschinenkataloge und Bereitstellungsgruppen.

Aktualisieren von Sitedatenbank und Site

Nach dem Upgrade der Kernkomponenten und VDAs verwenden Sie die neu aktualisierte Studio-Version für ein automatisches oder manuelles Upgrade von Datenbank und Site.

  • Für ein automatisches Datenbankupgrade müssen die Berechtigungen des Studio-Benutzers die Berechtigung zum Aktualisieren des SQL Server-Datenbankschemas umfassen (z. B. Datenbankrolle "db_securityadmin" oder "db_owner"). Weitere Informationen finden Sie im Artikel "Datenbanken".
  • Hat der Benutzer diese Berechtigungen nicht, werden bei einem manuellen Datenbankupgrade Skripts generiert. Der Studio-Benutzer führt einige dieser Skripts über Studio aus, andere werden vom Datenbankadministrator mit einem Tool wie SQL Server Management Studio ausgeführt. Bei der manuellen Ausführung von SQL-Skripts sollten sie mit dem SQLCMD-Hilfsprogramm oder mit SQL Management Studio im SQLCMD-Modus ausgeführt werden. Andernfalls können Fehler aufgrund von Ungenauigkeiten auftreten.
Wichtig: Citrix empfiehlt dringend, die Datenbank vor dem Upgrade zu sichern (siehe CTX135207).

Während des Datenbankupgrades sind die Produktdienste deaktiviert. Während dieser Zeit können Controller keine neuen Verbindungen für die Site verhandeln. Planen Sie daher sorgfältig.

Nach dem Upgrade der Datenbank und der Aktivierung der Produktdienste testet Studio Umgebung und Konfiguration und generiert einen HTML-Bericht. Wenn Probleme identifiziert werden, können Sie die Datenbank aus dem Backup wiederherstellen. Wenn die Probleme beseitigt sind, können Sie die Datenbank erneut aktualisieren.

Automatisches Upgrade von Datenbank und Site: Starten Sie die aktualisierte Studio-Version. Sobald Sie das automatische Upgrade der Site gestartet und bestätigt haben, dass Sie bereit sind, beginnt das Upgrade von Datenbank und Site.

Manuelles Upgrade von Datenbank und Site: Bei diesem Vorgang werden Skripts generiert.
  1. Starten Sie die aktualisierte Studio-Version. Sobald Sie das manuelle Upgrade der Site ausgewählt haben, prüft der Assistent die Kompatibilität des Lizenzservers und fordert eine Bestätigung an. Wenn Sie bestätigt haben, dass Sie die Datenbank gesichert haben, erstellt der Assistent Skripts und eine Checkliste der Upgradeschritte und zeigt diese an.
  2. Führen Sie die folgenden Skripts in der angegebenen Reihenfolge aus:
    SkriptBeschreibung
    DisableServices.ps1PowerShell-Skript, das vom Studio-Benutzer auf einem Controller ausgeführt werden muss und die Produktdienste deaktiviert
    UpgradeSiteDatabase.sqlSQL-Skript, das vom Datenbankadministrator mit einem Tool wie SQL Server Management Studio auf dem Server mit der Sitedatenbank ausgeführt werden muss
    UpgradeMonitorDatabase.sqlSQL-Skript, das vom Datenbankadministrator mit einem Tool wie SQL Server Management Studio auf dem Server mit der Überwachungsdatenbank ausgeführt werden muss
    UpgradeLoggingDatabase.sqlSQL-Skript, das vom Datenbankadministrator mit einem Tool wie SQL Server Management Studio auf dem Server mit der Konfigurationsprotokollierungsdatenbank ausgeführt werden muss Führen Sie dieses Skript nur aus, wenn diese Datenbank geändert wird (z. B. nach dem Anwenden eines Hotfixes).
    EnableServices.ps1PowerShell-Skript, das vom Studio-Benutzer auf einem Controller ausgeführt werden muss und die Produktdienste aktiviert
  3. Wenn Sie alle angezeigten Checklistenaufgaben erledigt haben, wählen Sie Upgrade abschließen und zu 'Häufige Aufgaben' zurückkehren.