Autoscale

Autoscale ist ein exklusives Feature für Citrix Virtual Apps and Desktops Service zur konsistenten und proaktiven Verwaltung Ihrer Maschinen. Es zielt auf eine Balance zwischen Kosten und Benutzererfahrung ab. Autoscale integriert die veraltete Smart Scale-Technologie in die Energieverwaltung von Studio.

Informationen zu Autoscale

Autoscale ermöglicht die proaktive Energieverwaltung aller registrierten Server- und Desktopbetriebssystemmaschinen in einer Bereitstellungsgruppe.

Unterstützte VDA-Hostingplattformen

Autoscale unterstützt alle Plattformen, die Virtual Apps and Desktops Service unterstützt. Dazu gehören eine Vielzahl von Infrastrukturplattformen wie Citrix Hypervisor, Amazon Web Services, Google Cloud Platform, Microsoft Azure Resource Manager, VMware vSphere und viele mehr. Eine vollständige Liste der unterstützten Plattformen finden Sie unter Systemanforderungen für Virtual Apps and Desktops Service.

Unterstützte Workloads

Autoscale kann sowohl mit Remote Desktop Service (RDS) als auch mit Virtual Desktop Infrastructure (VDI) verwendet werden. Es gibt drei relevante Benutzeroberflächen:

  • Autoscale-Benutzeroberfläche für RDS-Bereitstellungsgruppen

  • Autoscale-Benutzeroberfläche für gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen

  • Autoscale-Benutzeroberfläche für statische VDI-Bereitstellungsgruppen

Weitere Hinweise zu den Benutzeroberflächen für verschiedene Bereitstellungsgruppen finden Sie unter Drei Autoscale-Benutzeroberflächen.

Vorteile

Das Autoscale-Feature bietet folgende Vorteile:

  • Konsistenter Einzelmechanismus zur Verwaltung von Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe

  • Gewährleistung der Verfügbarkeit und Kostenkontrolle durch Energieverwaltung auf der Basis der Last, eines Zeitplans oder von beidem

  • Überwachung von Kennzahlen wie Kosteneinsparungen und Kapazitätsauslastung und Aktivierung von Benachrichtigungen über Director auf der Registerkarte Überwachen.

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Das folgende Video bietet einen kurzen Überblick über Autoscale.

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Migration

Die Migration von Smart Scale zu Autoscale wird unterstützt. Bei der Migration werden Konfigurationsdaten aus Smart Scale exportiert und in Autoscale importiert. Weitere Informationen finden Sie unter Migration von Smart Scale nach Autoscale.

Drei Autoscale-Benutzeroberflächen

Es gibt drei Autoscale-Benutzeroberflächen. Details hierzu finden Sie weiter unten.

Autoscale-Benutzeroberfläche für RDS-Bereitstellungsgruppen:

Autoscale.Benutzeroberfläche für RDS

Autoscale-Benutzeroberfläche für gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen:

Autoscale-Benutzeroberfläche für gepoolte VDI

Autoscale-Benutzeroberfläche für statische VDI-Bereitstellungsgruppen:

Autoscale-Benutzeroberfläche für statische VDI

Aktivieren und Deaktivieren von Autoscale für eine Bereitstellungsgruppe

Hinweis:

Standardmäßig ist Autoscale aktiviert, wenn Sie eine Bereitstellungsgruppe erstellen.

  1. Wählen Sie im Studio-Navigationsbereich auf der Registerkarte Verwalten die Option Bereitstellungsgruppen aus.

  2. Wählen Sie im Bereich Aktionen die Bereitstellungsgruppe aus, die Sie verwalten möchten, und klicken Sie dann auf Bereitstellungsgruppe bearbeiten .

  3. Aktivieren Sie auf der Seite Autoscale das Kontrollkästchen Autoscale, um das Feature zu aktivieren. Nachdem Sie Autoscale aktiviert haben, werden die Optionen auf der Seite verfügbar.

  4. Zum Deaktivieren des Features deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Autoscale. Die Optionen auf der Seite werden grau angezeigt, sodass zu sehen ist, dass Autoscale für die ausgewählte Bereitstellungsgruppe deaktiviert ist.

Wichtig:

  • Wenn Sie Autoscale deaktivieren, verbleiben alle über Autoscale verwalteten Maschinen in dem zum Zeitpunkt der Deaktivierung aktiven Zustand.
  • Nachdem Sie Autoscale deaktiviert haben, werden Maschinen im Drainingzustand aus diesem genommen. Weitere Hinweise zum Drainingzustand finden Sie unter Drainingzustand.

Energieverwaltung von Maschinen durch Autoscale

Autoscale schaltet Maschinen basierend auf dem ausgewählten Zeitplan ein und aus. Über Autoscale können Sie mehrere Zeitpläne, z. B. für bestimmte Wochentage, festlegen und die Anzahl der während dieser Zeiten verfügbaren Maschinen vorgeben. Benutzergruppen, die Maschinenressourcen zu einem bestimmten Zeitpunkt an bestimmten Tagen nutzen kann mit Autoscale so eine optimales Benutzererfahrung geboten werden. Maschinen bleiben während des Zeitplans eingeschaltet, unabhängig davon, ob auf ihnen Sitzungen ausgeführt werden.

Der Zeitplan basiert auf der Zeitzone der Bereitstellungsgruppe. Zum Ändern der Zeitzone können Sie Benutzereinstellungen in einer Bereitstellungsgruppe ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Bereitstellungsgruppen.

Autoscale hat zwei Standardzeitpläne: Werktage (Montag bis Freitag) und Wochenende (Samstag und Sonntag). Beim Zeitplan Werktage ist zu Spitzenzeiten eine Maschine von 7:00 Uhr bis 18:30 Uhr und zu Nebenzeiten keine Maschine eingeschaltet. Der Standardwert für den Kapazitätspuffer ist 10 % in Spitzen- und Nebenzeiten. Beim Zeitplan Wochenende ist standardmäßig keine Maschine eingeschaltet.

Hinweis:

Autoscale behandelt in seiner Kalkulation nur in der Site registrierte Maschinen als Teil der verfügbaren Kapazität. “Registriert” bedeutet, dass eine Maschine einsatzbereit oder bereits im Einsatz ist. Dadurch wird sichergestellt, dass nur Maschinen, die Benutzersitzungen annehmen können, zur Kapazität für die Bereitstellungsgruppe gezählt werden.

Zeitplanbasierte Einstellungen

Autoscale-Zeitplan: Ermöglicht das Hinzufügen, Bearbeiten, Auswählen und Löschen von Zeitplänen.

Angewendete Tage: Zur Auswahl der Tage, auf die der ausgewählten Zeitplan angewendet wird. Die restlichen Tage sind ausgegraut.

Bearbeiten: Ermöglicht die Zuweisung der Maschinen für jede Stunde. Sie können Maschinen nach Zahl oder Prozentsatz zuordnen.

Hinweis:

  • Diese Option ist nur in den Autoscale-Benutzeroberflächen für RDS und gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen verfügbar.
  • Das Histogramm neben Bearbeiten stellt die Anzahl oder den Prozentsatz der Maschinen dar, die in verschiedenen Zeitfenstern ausgeführt werden.
  • Sie können Maschinen jedem Zeitfenster zuweisen, indem Sie oberhalb von “Spitzenzeiten” auf Bearbeiten klicken. Abhängig von der Option, die Sie aus dem Dropdownmenü im Fenster Zu startende Maschinen ausgewählt haben, können Sie Maschinen nach Zahl oder Prozentsatz zuweisen.
  • Für RDS-Bereitstellungsgruppen können Sie die Mindestanzahl ausgeführter Maschinen für jede halbe Stunde separat festlegen. Für gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen können Sie die Mindestanzahl ausgeführter Maschinen für jede Stunde separat festlegen.

Um eigene Zeitpläne zu definieren, führen Sie die folgenden Schritte aus.

  1. Wählen Sie Zeitpläne bearbeiten aus dem Dropdownmenü und klicken Sie auf Zeitplan hinzufügen.

  2. Wählen Sie im Fenster “Autoscale-Zeitpläne bearbeiten” die Tage aus, die Sie jedem Plan zuordnen möchten. Sie können bei Bedarf auch Zeitpläne löschen.

  3. Klicken Sie auf Anwenden, um die Zeitpläne zu speichern und zur Autoscale-Seite zurückzukehren.

  4. Wählen Sie den gewünschten Zeitplan aus dem Dropdownmenü aus und legen Sie die Optionen dafür fest.

Wichtig:

  • Eine Überlappung von Zeitplänen am selben Tag ist nicht zulässig. Wenn Sie beispielsweise Montag in Zeitplan2 auswählen, nachdem Sie Montag in Zeitplan1 ausgewählt haben, wird Montag in Zeitplan1 automatisch gelöscht.
  • Bei Zeitplannamen spielt die Groß- und Kleinschreibung keine Rolle.
  • Ein Zeitplanname darf nicht leer sein oder nur Leerzeichen enthalten.
  • Leerzeichen zwischen den Zeichen sind zulässig.
  • Ein Zeitplanname darf die folgenden Zeichen nicht enthalten: \ / ; : # . * ? = < > | [ ] ( ) { } “ ‘ `.
  • Autoscale unterstützt keine mehrfach vorkommenden Zeitplannamen. Geben Sie für jeden Zeitplan einen anderen Namen ein.
  • Leere Zeitpläne werden nicht unterstützt. Das bedeutet, dass Zeitpläne ohne ausgewählte Tage nicht gespeichert werden.

Hinweis:

Auf der Seite “Autoscale” werden die im ausgewählten Zeitplan enthaltenen Tage hervorgehoben und die nicht enthaltenen Tage ausgegraut dargestellt.

Lastbasierte Einstellungen

Spitzenzeiten: Hier können Sie die Spitzenzeiten für die Tage im ausgewählten Zeitplan definieren. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf das horizontale Balkendiagramm. Nachdem Sie die Spitzenzeiten gewählt haben, werden die verbleibenden, nicht gewählten Zeiten standardmäßig als Nebenzeiten behandelt. Standardmäßig gilt der Zeitraum von 7:00 bis 19:00 Uhr als Spitzenzeit für die Tage im ausgewählten Zeitplan.

Wichtig:

  • Bei RDS-Bereitstellungsgruppen wird das Balkendiagramm der Spitzenzeiten für den Kapazitätspuffer verwendet.
  • Bei VDI-Bereitstellungsgruppen wird das Balkendiagramm der Spitzenzeiten für den Kapazitätspuffer verwendet und steuert die Aktionen, die nach Abmeldung und/oder Trennung ausgelöst werden sollen.

Kapazitätspuffer: Ermöglicht den Betrieb eines Puffers eingeschalteter Maschinen. Ein geringerer Wert senkt die Kosten. Ein höherer Wert sorgt für eine optimale Benutzererfahrung, da die Benutzer beim Starten von Sitzungen nicht auf das Einschalten zusätzlicher Maschinen warten müssen. Standardmäßig beträgt der Kapazitätspuffer 10 % in Spitzen- und Nebenzeiten. Wenn Sie den Kapazitätspuffer auf 0 setzen, müssen die Benutzer beim Starten von Sitzungen evtl. warten, bis zusätzliche Maschinen hochgefahren sind. In Autoscale können Sie den Kapazitätspuffer für Spitzen- und Nebenzeiten separat festlegen.

Sonstige Einstellungen

Tipp:

Wenn getrennt: Hier können Sie festlegen, wie lange eine getrennte, gesperrte Maschine nach dem Trennen der Sitzung eingeschaltet bleibt, bevor sie angehalten oder heruntergefahren wird. Wenn ein Zeitwert angegeben wird, wird die Maschine nach Verstreichen dieser Zeit abhängig von der von Ihnen konfigurierten Aktion angehalten oder heruntergefahren. Standardmäßig ist getrennten Maschinen keine Aktion zugewiesen. Sie können für Spitzen- und Nebenzeiten separate Optionen definieren. Klicken Sie dazu auf den Abwärtspfeil und wählen Sie eine der folgenden Optionen:

  • Keine Aktion. Die Maschine bleibt nach der Sitzungstrennung eingeschaltet und es erfolgt keine Aktion durch Autoscale.
  • Anhalten. Die Maschine wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit automatisch angehalten, jedoch nicht abgeschaltet.
  • Herunterfahren. Die Maschine wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit heruntergefahren.

Hinweis:

Diese Option ist nur in den Autoscale-Benutzeroberflächen für gepoolte und statische VDI-Bereitstellungsgruppen verfügbar.

Wenn abgemeldet: Hier können Sie festlegen, wie lange eine Maschine nach der Abmeldung der Sitzung eingeschaltet bleibt, bevor sie angehalten oder heruntergefahren wird. Wenn ein Zeitwert angegeben wird, wird die Maschine nach Verstreichen dieser Zeit abhängig von der von Ihnen konfigurierten Aktion angehalten oder heruntergefahren. Standardmäßig ist abgemeldeten Maschinen keine Aktion zugewiesen. Sie können für Spitzen- und Nebenzeiten separate Optionen definieren. Klicken Sie dazu auf den Abwärtspfeil und wählen Sie eine der folgenden Optionen:

  • Keine Aktion. Die Maschine bleibt nach der Abmeldung eingeschaltet und es erfolgt keine Aktion durch Autoscale.
  • Anhalten. Die Maschine wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit automatisch angehalten, jedoch nicht abgeschaltet.
  • Herunterfahren. Die Maschine wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit heruntergefahren.

Hinweis:

Diese Option ist nur in der Autoscale-Benutzeroberfläche für statische VDI-Bereitstellungsgruppen verfügbar.

Ausschaltverzögerung: Ermöglicht die Angabe einer Mindestdauer in Minuten, nach deren Ablauf eingeschaltete Maschinen durch Autoscale ausgeschaltet werden können. Dadurch wird verhindert, dass Maschinen bei schnell wechselnden Sitzungsanforderungen ständig ein- und ausgeschaltet werden. Standardmäßig beträgt die Ausschaltverzögerung 30 Minuten. Sie können einen Wert von 0 bis 60 Minuten einstellen.

Hinweis:

  • Für RDS-Bereitstellungsgruppen ist diese Option nur in der AutoScale-Benutzeroberfläche verfügbar.
  • Bei statischen VDI-Bereitstellungsgruppen gilt die Ausschaltverzögerung nur für nicht zugewiesene Maschinen. Konfigurieren Sie die Ausschaltverzögerung für statische VDI-Bereitstellungsgruppen über das PowerShell-SDK. Beispiel: C:\PS> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -PowerOffDelay 15.

Maschineninstanzkosten pro Stunde: Hier können Sie Ihre Maschineninstanzkosten pro Stunde eingeben. Die Maschineninstanzkosten pro Stunde sind die Kosten pro Stunde verwendeter Rechenkapazität. Diese Angabe wird zur Berechnung der Kosteneinsparungen durch die o. g. Autoscale-Einstellungen verwendet. Um die Einsparungen anzuzeigen, gehen Sie zu Überwachen > Trends > Maschinennutzung. Weitere Informationen finden Sie unter Überwachen von mit Autoscale verwalteten Maschinen.

Hinweis:

Autoscale unterstützt keine Änderung der Währung für die Kostenbasis.

Energieverwaltung von VDI-Maschinen beim Übergang in einen anderen Zeitraum mit getrennten Sitzungen

Wichtig:

  • Diese Erweiterung gilt nur für VDI-Maschinen mit getrennten Sitzungen. Sie gilt nicht für VDI-Maschinen mit abgemeldeten Sitzungen.
  • Damit die Erweiterung wirksam wird, müssen Sie Autoscale für die entsprechende Bereitstellungsgruppe aktivieren. Andernfalls werden beim Übergang die Trennaktionen der Energierichtlinie nicht ausgelöst.

In früheren Versionen blieben VDI-Maschinen beim Übergang in einen Zeitraum, in dem eine Aktion (Trennaktion = Anhalten oder Herunterfahren) erforderlich war, eingeschaltet. Das Szenario trat auf, wenn eine Maschine während eines Zeitraums (Spitzen- oder Nebenzeit) getrennt wurde, in der keine Aktion (Trennaktion = Nothing) erforderlich war.

Ab diesem Release wird die Maschine nach Ablauf der festgelegten Trennzeit von Autoscale angehalten oder ausgeschaltet (je nach der für den Zielzeitraum konfigurierten Trennaktion).

Beispielsweise konfigurieren Sie die folgenden Energierichtlinien für eine VDI-Bereitstellungsgruppe:

  • PeakDisconnectAction = Nothing
  • OffPeakDisconnectAction = Shutdown
  • Setzen Sie ‘OffPeakDisconnectTimeout’ auf “10”

Hinweis:

Weitere Informationen zur Energierichtlinie mit Trennaktionen finden Sie unter https://developer-docs.citrix.com/projects/delivery-controller-sdk/en/latest/Broker/about_Broker_PowerManagement/#power-policy und https://developer-docs.citrix.com/projects/delivery-controller-sdk/en/latest/Broker/Get-BrokerDesktopGroup/.

In früheren Versionen blieben VDI-Maschinen, bei denen während der Spitzenzeit eine Sitzung getrennt wurde, beim Übergang von der Spitzen- in die Nebenzeit eingeschaltet. Ab diesem Release werden die Richtlinienaktionen OffPeakDisconnectAction und OffPeakDisconnectTimeout beim Übergang zu einem neuen Zeitraum auf VDI-Maschinen angewendet. Infolgedessen werden solche Maschine 10 Minuten nach dem Übergang in die Nebenzeit ausgeschaltet.

Wenn Sie zum vorherigen Verhalten zurückkehren möchten (d. h. keine Aktion auf Maschinen mit getrennten Sitzungen beim Übergang von der Spitzen- zur Nebenzeit oder umgekehrt auszuführen), führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

  • Legen Sie den Registrierungswert “LegacyPeakTransitionDisconnectedBehaviour” auf 1 (wahr, d. h. aktiviert das vorherige Verhalten) fest. Standardmäßig ist der Wert 0 (falsch, d. h. löst beim Übergang die Trennaktion der Energierichtlinie aus).
    • Pfad: HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Citrix\DesktopServer
    • Name: LegacyPeakTransitionDisconnectedBehaviour
    • Typ: REG_DWORD
    • Wert: 0x00000001 (1)
  • Konfigurieren Sie die Einstellung mit dem PowerShell-Befehl Set-BrokerServiceConfigurationData. Zum Beispiel:
    • PS C:\> Set-BrokerServiceConfigurationData HostingManagement.LegacyPeakTransitionDisconnectedBehaviour -SettingValue $true

Eine Maschine muss die folgenden Kriterien erfüllen, damit Energierichtlinienaktionen beim Zeitraumwechsel auf sie angewendet werden können:

  • Es liegt eine getrennte Sitzung vor.
  • Es stehen keine Energieaktionen aus.
  • Sie gehört zu einer VDI-Bereitstellungsgruppe (für Einzelsitzungen), die in einen anderen Zeitraum übergeht.
  • Es liegt eine Sitzung vor, die während eines bestimmten Zeitraums (Spitzen- oder Nebenzeit) getrennt wurde und die Maschine wechselt zu einem Zeitraum, für den eine Energieaktion zugewiesen ist.

Funktionsweise des Kapazitätspuffers

Der Kapazitätspuffer dient zum Vorhalten freier Kapazität zur Berücksichtigung dynamischer Laststeigerungen. Es sind zwei Szenarien zu beachten:

  • Bei RDS-Bereitstellungsgruppen wird der Kapazitätspuffer als Prozentsatz der Gesamtkapazität der Bereitstellungsgruppe in Bezug auf den Lastindex definiert. Weitere Hinweise zum Lastindex finden Sie unter Lastindex.

  • Bei VDI-Bereitstellungsgruppen wird der Kapazitätspuffer als Prozentsatz der Gesamtkapazität der Bereitstellungsgruppe in Bezug auf die Anzahl der Maschinen definiert.

In Autoscale können Sie den Kapazitätspuffer für Spitzen- und Nebenzeiten separat festlegen. Ein niedrigerer Wert im Feld “Kapazitätspuffer” senkt die Kosten, da Autoscale weniger freie Kapazität einschaltet. Ein höherer Wert sorgt für eine optimale Benutzererfahrung, da die Benutzer beim Starten von Sitzungen nicht auf das Einschalten zusätzlicher Maschinen warten müssen. Standardmäßig beträgt der Kapazitätspuffer 10 %.

Wichtig:

Der Kapazitätspuffer bewirkt das Einschalten von Maschinen, sobald die Reservekapazität unter x Prozent der Gesamtkapazität der Bereitstellungsgruppe sinkt. Dadurch wird der erforderliche Prozentsatz an Kapazitätsreserven beibehalten.

RDS-Bereitstellungsgruppen

Wann werden Maschinen eingeschaltet?

Wichtig:

Wenn ein Zeitplan ausgewählt ist, schaltet Autoscale alle im Zeitplan zum Einschalten konfigurierten Maschinen ein. Diese Maschinen bleiben während des Zeitplans lastunabhängig eingeschaltet.

Wenn die Anzahl eingeschalteter Maschinen in der Bereitstellungsgruppe die Pufferkapazität gemäß Lastindex nicht mehr erfüllen kann, schaltet Autoscale weitere Maschinen ein. Angenommen, Ihre Bereitstellungsgruppe hat 20 Maschinen und 3 Maschinen werden im Rahmen der planbasierten Skalierung mit einem Kapazitätspuffer von 20% eingeschaltet; schließlich werden 4 Maschinen eingeschaltet, wenn keine Last vorhanden ist. Dies liegt daran, dass ein 4 x 10.000 Lastindex als Puffer benötigt wird; daher müssen mindestens 4 Maschinen eingeschaltet werden. Dies kann zu Spitzenzeiten, bei einer höheren Maschinenauslastung, neuen Sitzungsstarts und beim Hinzufügen neuer Maschinen zur Bereitstellungsgruppe eintreten. Autoscale schaltet nur Maschinen ein, die die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Die Maschinen sind nicht im Wartungsmodus.

  • Der Hypervisor, auf dem die Maschinen ausgeführt werden, ist nicht im Wartungsmodus.

  • Die Maschinen sind derzeit ausgeschaltet.

  • Die Maschinen haben keine ausstehenden Energieaktionen.

Wann werden Maschinen ausgeschaltet?

Wichtig:

  • Wenn ein Zeitplan ausgewählt ist, schaltet Autoscale die Maschinen gemäß diesem Zeitplan aus.
  • Autoscale schaltet keine Maschinen aus, die im Zeitplan als eingeschaltet konfiguriert sind.

Sind mehr als genügend Maschinen (laut Zeitplan und einschließlich Puffer) für eine Bereitstellungsgruppe eingeschaltet, schaltet Autoscale überzählige Maschinen aus. Dies kann zu Nebenzeiten, bei einer gesunkenen Maschinenauslastung, bei Sitzungsabmeldungen und beim Entfernen von Maschinen aus einer Bereitstellungsgruppe eintreten. Autoscale schaltet nur Maschinen aus, die die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Die Maschinen und der Hypervisor, auf dem sie ausgeführt werden, sind nicht im Wartungsmodus.

  • Die Maschinen sind derzeit eingeschaltet.

  • Die Maschinen sind als verfügbar registriert oder warten auf die Registrierung nach dem Start.

  • Die Maschinen haben keine aktiven Sitzungen.

  • Die Maschinen haben keine ausstehenden Energieaktionen.

  • Die Maschinen erfüllen die angegebene Ausschaltverzögerung. Dies bedeutet, dass die Maschinen mindestens x Minuten eingeschaltet waren, wobei x die für die Bereitstellungsgruppe festgelegte Ausschaltverzögerung ist.

Beispielszenario

Angenommen, Sie haben das folgende Szenario:

  • Bereitstellungsgruppenkonfiguration: Die Bereitstellungsgruppe, die von Autoscale verwaltet werden soll, enthält 10 Maschinen (M1 bis M10).

  • Autoscale-Konfiguration:

    • Der Kapazitätspuffer ist auf 10 % eingestellt.
    • Im ausgewählten Zeitplan ist keine Maschine enthalten.

Das Szenario hat folgenden Ablauf:

  1. Kein Benutzer meldet sich an.

  2. Die Zahl der Benutzersitzungen erhöht sich.

  3. Weitere Benutzersitzungen beginnen.

  4. Die Benutzersitzungslast nimmt aufgrund von Sitzungsbeendigungen ab.

  5. Die Benutzersitzungslast nimmt weiter ab, bis sie nur von lokalen Ressourcen getragen wird.

Informationen zur Funktionsweise von Autoscale in diesem Szenario finden Sie nachfolgend.

  • Keine Benutzerlast (Anfangszustand)
    • Eine Maschine (z. B. M1) wird eingeschaltet. Die Maschine wird wegen des konfigurierten Kapazitätspuffers eingeschaltet. In diesem Fall gilt 10 (Anzahl der Maschinen) x 10.000 (Lastindex) x 10 % (konfigurierter Kapazitätspuffer) = 10.000. Daher wird eine Maschine eingeschaltet.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine (M1) liegt bei einer Basislast (Lastindex = 0).
  • Der erste Benutzer meldet sich an.
    • Die Sitzung wird an Maschine M1 zum Hosten geleitet.
    • Der Lastindex der eingeschalteten Maschine M1 erhöht sich und liegt nicht mehr bei der Basislast.
    • Autoscale schaltet eine zusätzliche Maschine (M2) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
    • Der Lastindexwert der Maschine M2 liegt bei einer Basislast.
  • Die Benutzerlast steigt.
    • Die Sitzungen werden auf die Maschinen M1 und M2 verteilt. Dadurch steigt der Lastindex der eingeschalteten Maschinen (M1 und M2).
    • Die Kapazitätsreserven liegen nach wie vor auf einem Niveau über 10.000 gemäß Lastindex.
    • Der Lastindexwert der Maschine M2 liegt nicht mehr bei einer Basislast.
  • Weitere Benutzersitzungen beginnen.
    • Die Sitzungen werden auf die Maschinen M1 und M2 verteilt. Dadurch steigt der Lastindex der eingeschalteten Maschinen (M1 und M2) weiter.
    • Wenn die gesamte freie Kapazität in Bezug auf den Lastindex auf unter 10.000 sinkt, beginnt Autoscale mit dem Einschalten einer zusätzlichen Maschine (M3), um den Bedarf gemäß konfiguriertem Kapazitätspuffer zu decken.
    • Der Lastindexwert der Maschine M3 liegt bei einer Basislast.
  • Weitere Benutzersitzungen beginnen.
    • Die Sitzungen werden auf die Maschinen M1 bis M3 verteilt. Dadurch steigt der Lastindex der eingeschalteten Maschinen (M1 bis M3).
    • Die Kapazitätsreserven liegen auf einem Niveau über 10.000 gemäß Lastindex.
    • Der Lastindexwert der Maschine M3 liegt nicht mehr bei einer Basislast.
  • Die Benutzersitzungslast nimmt aufgrund von Sitzungsbeendigungen ab.
    • Nachdem Benutzer ihre Sitzungen abgemeldet haben oder diese aufgrund von Timeouts abgemeldet wurden, wird die freigegebene Kapazität auf Maschinen M1 bis M3 für das Hosting neuer Sitzungen wiederverwendet.
    • Steigt die gesamte freie Kapazität auf ein Niveau über 10.000 gemäß Lastindex, versetzt Autoscale eine der Maschinen (z. B. M3) in den Drainingzustand. Sitzungen, die von anderen Benutzern gestartet wurden, werden dann nicht mehr an diese Maschine weitergeleitet, es sei denn, es treten neue Änderungen auf (beispielsweise Endbenutzerlast steigt wieder oder eine Geringauslastung anderer Maschinen).
  • Die Sitzungslast nimmt weiter ab.
    • Wenn alle Sitzungen auf Maschine M3 beendet wurden und die angegebene Ausschaltverzögerung abgelaufen ist, schaltet Autoscale M3 aus.
    • Wenn weitere Benutzer ihre Sitzungen beenden, wird die freigegebene Kapazität auf den eingeschalteten Maschinen (M1 und M2) für das Hosting neuer Sitzungen anderer Benutzer wiederverwendet.
    • Steigt die gesamte freie Kapazität auf ein Niveau über 10.000 gemäß Lastindex, versetzt Autoscale eine der Maschinen (z. B. M2) in den Drainingzustand. Von anderen Benutzern gestartete Sitzungen werden nicht mehr an diese Maschine geleitet.
  • Die Sitzungslast nimmt weiter ab bis es keine Sitzungen mehr gibt.
    • Wenn alle Sitzungen auf Maschine M2 beendet wurden und die angegebene Ausschaltverzögerung abgelaufen ist, schaltet Autoscale M2 aus.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine (M1) liegt bei einer Basislast. Maschine M1 wird aufgrund des konfigurierten Kapazitätspuffers nicht in den Drainingzustand versetzt.

Hinweis:

Bei RDS-Bereitstellungsgruppen gehen alle Änderungen am Desktop verloren, wenn Benutzer Sitzungen abmelden. Bei entsprechender Konfiguration werden benutzerspezifische Einstellungen jedoch zusammen mit dem Benutzerprofil weitergegeben.

Gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen

Der Kapazitätspuffer wird verwendet, um plötzliche Nachfragespitzen aufzufangen, indem eine auf der Gesamtzahl der Maschinen in der Bereitstellungsgruppe basierende Zahl von Maschinen eingeschaltet bleibt. Standardmäßig beträgt der Kapazitätspuffer 10 % der Gesamtzahl der Maschinen in der Bereitstellungsgruppe.

Überschreitet die Anzahl der Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) die Gesamtzahl der eingeschalteten Maschinen, werden weitere Maschinen eingeschaltet. Unterschreitet die Anzahl der Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) die Gesamtzahl der eingeschalteten Maschinen, werden die überzähligen Maschinen je nach Konfiguration angehalten oder ausgeschaltet.

Beispielszenario

Angenommen, Sie haben das folgende Szenario:

  • Bereitstellungsgruppenkonfiguration: Die Bereitstellungsgruppe, die von Autoscale verwaltet werden soll, enthält 10 Maschinen (M1 bis M10).
  • Autoscale-Konfiguration:
    • Der Kapazitätspuffer ist auf 10 % eingestellt.
    • Im ausgewählten Zeitplan ist keine Maschine enthalten.

Das Szenario hat folgenden Ablauf:

  1. Kein Benutzer meldet sich an.

  2. Die Zahl der Benutzersitzungen erhöht sich.

  3. Weitere Benutzersitzungen beginnen.

  4. Die Benutzersitzungslast nimmt aufgrund von Sitzungsbeendigungen ab.

  5. Die Benutzersitzungslast nimmt weiter ab, bis sie nur von lokalen Ressourcen getragen wird.

Informationen zur Funktionsweise von Autoscale in diesem Szenario finden Sie nachfolgend.

  • Keine Benutzerlast (Anfangszustand)
    • Eine Maschine (M1) ist eingeschaltet. Die Maschine wird wegen des konfigurierten Kapazitätspuffers eingeschaltet. In diesem Fall gilt 10 (Anzahl der Maschinen) x 10 % (konfigurierter Kapazitätspuffer) = 1. Daher wird eine Maschine eingeschaltet.
  • Der erste Benutzer meldet sich an.
    • Wenn sich ein Benutzer zum ersten Mal anmeldet, um einen Desktop zu verwenden, wird ihm ein Desktop aus einem Pool von Desktops zugewiesen, die auf den eingeschalteten Maschinen gehostet werden. In diesem Fall wird ihm ein Desktop von Maschine M1 zugewiesen.
    • Autoscale schaltet eine zusätzliche Maschine (M2) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Ein zweiter Benutzer meldet sich an.
    • Dem Benutzer wird ein Desktop von Maschine M2 zugewiesen.
    • Autoscale schaltet eine zusätzliche Maschine (M3) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Ein dritter Benutzer meldet sich an.
    • Ihm wird ein Desktop von Maschine M3 zugewiesen.
    • Autoscale schaltet eine zusätzliche Maschine (M4) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Ein Benutzer meldet sich ab.
    • Wenn sich ein Benutzer abmeldet oder bei einem Desktop ein Timeout auftritt, steht die freigesetzte Kapazität (z. B. M3) als Puffer zur Verfügung. Infolgedessen schaltet Autoscale Maschine M4 aus, da der Kapazitätspuffer auf 10 % festgelegt ist.
  • Weitere Benutzer melden sich ab, bis keine Benutzer mehr vorhanden sind.
    • Wenn sich weitere Benutzer abmelden, schaltet Autoscale Maschinen aus (z. B. M2 oder M3).
    • Selbst wenn keine Benutzer mehr vorhanden sind, schaltet Autoscale die verbleibende Maschine (z. B. M1) nicht aus, da diese als Reserve festgelegt ist.

Hinweis:

Bei gepoolten VDI-Bereitstellungsgruppen gehen alle Änderungen am Desktop verloren, wenn Benutzer Sitzungen abmelden. Bei entsprechender Konfiguration werden benutzerspezifische Einstellungen jedoch zusammen mit dem Benutzerprofil weitergegeben.

Statische VDI-Bereitstellungsgruppen

Der Kapazitätspuffer wird verwendet, um plötzliche Nachfragespitzen aufzufangen, indem eine auf der Gesamtzahl der nicht zugewiesenen Maschinen in der Bereitstellungsgruppe basierende Zahl nicht zugewiesener Maschinen eingeschaltet bleibt. Standardmäßig beträgt der Kapazitätspuffer 10 % der Gesamtzahl der nicht zugewiesenen Maschinen in der Bereitstellungsgruppe.

Wichtig:

Wenn alle Maschinen einer Bereitstellungsgruppe zugewiesen sind, spielt der Kapazitätspuffer für das Ein- und Ausschalten von Maschinen keine Rolle mehr.

Überschreitet die Anzahl der Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) die Gesamtzahl der eingeschalteten Maschinen, werden weitere nicht zugewiesene Maschinen eingeschaltet. Unterschreitet die Anzahl der Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) die Gesamtzahl der eingeschalteten Maschinen, werden überzählige Maschinen je nach Konfiguration angehalten oder ausgeschaltet.

Autoscale für statische VDI-Bereitstellungsgruppen:

  • Schaltet zugewiesene Maschinen zu Spitzenzeiten ein und zu Nebenzeiten aus. Aber nur dann, wenn die Eigenschaft AutomaticPowerOnForAssigned der entsprechenden VDI-Bereitstellungsgruppe auf “true” festgelegt ist.
  • Schaltet einen Computer während Spitzenzeiten automatisch ein, wenn er ausgeschaltet ist und die Eigenschaft AutomaticPowerOnForAssignedDuringPeak der Bereitstellungsgruppe, zu der er gehört, auf “true” gesetzt ist.

Um zu verstehen, wie der Kapazitätspuffer mit zugewiesenen Maschinen funktioniert, sollten Sie Folgendes beachten:

  • Der Kapazitätspuffer funktioniert nur, wenn die Bereitstellungsgruppe mindestens eine nicht zugewiesene Maschinen hat.
  • Wenn es in der Bereitstellungsgruppe keine nicht zugewiesenen Maschinen gibt (alle Maschinen in der Bereitstellungsgruppe sind zugewiese), spielt der Kapazitätspuffer für das Ein- und Ausschalten von Maschinen keine Rolle mehr.
  • Die Eigenschaft AutomaticPowerOnForAssignedDuringPeak legt fest, ob zugewiesene Maschinen zu Spitzenzeiten eingeschaltet werden. Wenn sie auf “true” gesetzt ist, hält Autoscale die Maschinen während der Spitzenzeiten eingeschaltet; außerdem schaltet Autoscale sie ein, wenn sie ausgeschaltet sind.

Beispielszenario

Angenommen, Sie haben das folgende Szenario:

  • Bereitstellungsgruppenkonfiguration: Die Bereitstellungsgruppe, die von Autoscale verwaltet werden soll, enthält 10 Maschinen (M1 bis M10).
  • Autoscale-Konfiguration:
    • Die Maschinen M1 bis M3 sind zugewiesen, die Maschinen M4 bis M10 sind nicht zugewiesen.
    • Der Kapazitätspuffer ist für Spitzen- und Nebenzeiten auf 10 % festgelegt.
    • Gemäß Zeitplan findet die Energieverwaltung von Maschinen durch Autoscale zwischen 09:00 Uhr und 18:00 Uhr statt.

Informationen zur Funktionsweise von Autoscale in diesem Szenario finden Sie nachfolgend.

  • Beginn des Zeitplans: 09:00 Uhr
    • Autoscale schaltet Maschine M1 bis M3 ein.
    • Autoscale schaltet eine zusätzliche Maschine (z. B. M4) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken. Maschine M4 ist nicht zugewiesen.
  • Der erste Benutzer meldet sich an.
    • Wenn sich ein Benutzer zum ersten Mal anmeldet, um einen Desktop zu verwenden, wird ihm ein Desktop aus einem Pool von Desktops zugewiesen, die auf den eingeschalteten, nicht zugewiesenen Maschinen gehostet werden. In diesem Fall wird ihm ein Desktop von Maschine M4 zugewiesen. Bei nachfolgenden Anmeldungen wird dem Benutzer derselbe Desktop wie beim ersten Mal zugewiesen.
    • Autoscale schaltet eine zusätzliche Maschine (z. B. M5) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Ein zweiter Benutzer meldet sich an.
    • Dem Benutzer wird ein Desktop von den nicht zugewiesenen, eingeschalteten Maschinen zugewiesen. In diesem Fall wird ihm ein Desktop von Maschine M5 zugewiesen. Bei nachfolgenden Anmeldungen wird dem Benutzer derselbe Desktop wie beim ersten Mal zugewiesen.
    • Autoscale schaltet eine zusätzliche Maschine (z. B. M6) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Benutzer melden sich ab.
    • Wenn sich Benutzer abmelden oder auf Desktops ein Timeout auftritt, bleiben die Maschinen M1 bis M5 von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr eingeschaltet. Wenn sich Benutzer neu anmelden, stellen sie eine Verbindung mit demselben Desktop her, der ihnen bei der ersten Verwendung zugewiesen wurde.
    • Die nicht zugewiesene Maschine M6 ist für einen neuen, nicht zugewiesenen Benutzer vorgesehen.
  • Ende des Zeitplans: 18:00 Uhr
    • Um 18:00 Uhr schaltet Autoscale die Maschinen M1 bis M5 ab.
    • Die nicht zugewiesene Maschine M6 bleibt wegen des konfigurierten Kapazitätspuffers eingeschaltet. Diese Maschine ist für einen neuen, nicht zugewiesenen Benutzer vorgesehen.
    • In der Bereitstellungsgruppe sind die Maschinen M6 bis M10 nicht zugewiesen.

Einschränken von Autoscale auf bestimmte Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe

Autoscale bietet die Flexibilität, die Energieverwaltung nur für eine Teilmenge der Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe durchzuführen. Sie erreichen dies, indem Sie ein Tag auf mindestens eine Maschinen anwenden und dann Autoscale so konfigurieren, dass die Energieverwaltung nur für getaggte Maschinen zutrifft.

Diese Funktion kann in Anwendungsfällen nützlich sein, in denen Sie on-premises Ressourcen (oder reservierte Public Cloud-Instanzen) verwenden möchten, um Workloads zu verarbeiten, bevor cloudbasierte Ressourcen zusätzliche Anforderungen (d. h. Burstworkloads) erfüllen. Damit Maschinen im eigenen Rechenzentrum (oder reservierte Instanzen) zuerst Workloads verarbeiten, müssen Sie die Tagbeschränkung zusammen mit einer Zonenpräferenzeinstellung verwenden.

Die Tagbeschränkung legt fest, dass Autoscale die Energieverwaltung für die Maschinen übernimmt. Die Zonenpräferenz gibt Maschinen in der bevorzugten Zone an, um Benutzerstartanforderungen zu verarbeiten. Weitere Informationen siehe Tags und Zonenpräferenz.

Einschränken von Autoscale auf Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe

Es gibt zwei Möglichkeiten, Autoscale auf Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe zu beschränken:

  • PowerShell SDK direkt verwenden
  • Studio zusammen mit dem PowerShell SDK verwenden

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um das PowerShell-SDK direkt zu verwenden:

  1. Erstellen Sie ein Tag. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl New-Brokertag, um ein Tag zu erstellen.
  2. Wenden Sie das Tag auf Maschinen an. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl Get-Brokermachine, um das Tag auf Maschinen in einem Katalog anzuwenden, die von Autoscale verwaltet werden sollen.

    Hinweis:

    Sie fügen dem Katalog vielleicht neue Maschinen hinzu, nachdem Sie das Tag angewendet haben. Das Tag wird NICHT automatisch auf diese neuen Maschinen angewendet.

  3. Maschinen mit Tags der Bereitstellungsgruppe hinzufügen, die von Autoscale verwaltet werden soll. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl Get-BrokerDesktopGroup, um der Bereitstellungsgruppe, die die Maschinen enthält, eine Einschränkung nach Tag hinzuzufügen (d. h. “Starts auf Maschinen mit Tag beschränken: X”).

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um Studio zusammen mit dem PowerShell SDK zu verwenden:

  1. Erstellen Sie ein Tag. Verwenden Sie Studio, um ein Tag manuell zu erstellen und dieses Tag auf die entsprechenden Maschinen anzuwenden. Weitere Informationen zur Verwendung von Tags in Studio finden Sie unter Tags.

  2. Rufen Sie das Tag ab. Öffnen Sie PowerShell und geben Sie dann den PowerShell-Befehl Get-BrokerTag ein. Beispiel: $tag = Get-BrokerTag managed. In diesem Fall heißt das Tag, das Autoscale beschränken soll, “managed”.

  3. Maschinen mit Tags der Bereitstellungsgruppe hinzufügen, die von Autoscale verwaltet werden soll. Geben Sie im PowerShell-Konsolenfenster den PowerShell-Befehl Get-BrokerDesktopGroup ein. Beispiel: Get-BrokerDesktopGroup –Uid 1 | Set-BrokerDesktopGroup –RestrictAutoscaleTagUid $tag.Uid. In diesem Fall ist die UID der Bereitstellungsgruppe 1.

Entfernen einer Tagbeschränkung in einer Bereitstellungsgruppe

Nachdem Sie eine Tagbeschränkung angewendet haben, möchten Sie sie eventuell später aus der Bereitstellungsgruppe entfernen. Verwenden Sie dazu den PowerShell-Befehl Get-BrokerDesktopGroup.

Beispiel: Get-BrokerDesktopGroup –Uid 1 | Set-BrokerDesktopGroup –RestrictAutoscaleTagUid $null. In diesem Fall ist die UID der Bereitstellungsgruppe 1.

Beispielszenario

Angenommen, Sie haben das folgende Szenario:

  • Maschinenkatalogkonfiguration. Es gibt zwei Maschinenkataloge (C1 und C2).
    • Katalog C1 enthält 5 Maschinen (M1 bis M5), die lokal in den On-Premises-Bereitstellungen sind.
    • Katalog C2 enthält 5 Maschinen (M6 bis M10), die remote in den Cloudbereitstellungen sind.
  • Tagbeschränkung. Ein Tag mit dem Namen “Cloud” wird erstellt und auf Maschinen M6 bis M10 in Katalog C2 angewendet.

  • Zonenkonfiguration. Es werden zwei Zonen (Z1 und Z2) erstellt.
    • Zone Z1 mit Katalog C1 entspricht den On-Premises-Bereitstellungen.
    • Zone Z2 mit Katalog C2 entspricht den Cloudbereitstellungen.
  • Bereitstellungsgruppenkonfiguration
    • Die Bereitstellungsgruppe hat 10 Maschinen (M1 bis M10), 5 Maschinen aus den Katalogen C1 (M1 bis M5) und 5 aus Katalog C2 (M6 bis M10).
    • Die Maschinen M1 bis M5 werden manuell eingeschaltet und bleiben während des gesamten Zeitplans eingeschaltet.
  • Autoscale-Konfiguration:
    • Der Kapazitätspuffer ist auf 10 % eingestellt.
    • Autoscale führt die Energieverwaltung nur für Maschinen mit dem Tag “Cloud” durch. In diesem Fall führt Autoscale die Energieverwaltung für die Cloudmaschinen M6 bis M10 durch.
  • Konfiguration für veröffentlichte Anwendung oder veröffentlichten Desktop. Zoneneinstellungen werden beispielsweise für die veröffentlichten Desktops konfiguriert. Zone Z1 wird vor Zone Z2 bevorzugt für eine Benutzerstartanforderung.
    • Zone Z1 wird als bevorzugte Zone (Homezone) für die veröffentlichten Desktops konfiguriert.

Das Szenario hat folgenden Ablauf:

  1. Kein Benutzer meldet sich an.
  2. Die Anzahl der Benutzersitzungen erhöht sich.
  3. Die Anzahl der Benutzersitzungen erhöht sich weiter, bis alle verfügbaren On-Premises-Maschinen verbraucht sind.
  4. Weitere Benutzersitzungen beginnen.
  5. Die Anzahl der Benutzersitzungen nimmt ab, weil Sitzungen beendet werden.
  6. Die Benutzersitzungslast nimmt weiter ab, bis sie nur von On-Premises-Maschinen getragen wird.

Informationen zur Funktionsweise von Autoscale in diesem Szenario finden Sie nachfolgend.

  • Keine Benutzerlast (Anfangszustand)
    • Die On-Premises-Maschinen M1 bis M5 sind eingeschaltet.
    • Eine Maschine in der Cloud (z. B. M6) wird eingeschaltet. Die Maschine wird wegen des konfigurierten Kapazitätspuffers eingeschaltet. In diesem Fall gilt 10 (Anzahl der Maschinen) x 10.000 (Lastindex) x 10 % (konfigurierter Kapazitätspuffer) = 10.000. Daher wird eine Maschine eingeschaltet.
    • Der Lastindexwert aller eingeschalteten Maschinen (M1 bis M6) liegt bei einer Basislast (Lastindex = 0).
  • Benutzer melden sich an
    • Die Sitzungen werden auf den Maschinen M1 bis M5 gehostet, dies entspricht der konfigurierten Zoneneinstellung, und es findet ein Lastaugleich zwischen diesen On-Premises-Maschinen statt.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschinen (M1 bis M5) steigt.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine M6 liegt bei einer Basislast.
  • Benutzer erhöhen die Last, alle On-Premises-Ressourcen werden verbraucht
    • Die Sitzungen werden auf den Maschinen M1 bis M5 gehostet, dies entspricht der konfigurierten Zoneneinstellung, und es findet ein Lastaugleich zwischen diesen On-Premises-Maschinen statt.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschinen (M1 bis M5) erreicht 10.000.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine M6 bleibt bei einer Basislast.
  • Ein weiterer Benutzer meldet sich an
    • Die Sitzung übersteigt die Kapazität der bevorzugten Zone und das Hosten wird an die Cloudmaschine M6 geleitet.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschinen (M1 bis M5) erreicht 10.000.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine M6 steigt, aber für die gesamte freie Kapazität liegt der Lastindex immer noch auf einem Niveau über 10.000.
  • Weitere Benutzer melden sich an
    • Die Sitzungen werden an Maschine M6 zum Hosten geleitet.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschinen (M1 bis M5) erreicht 10.000.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine M6 steigt. Wenn die gesamte freie Kapazität in Bezug auf den Lastindex auf unter 10.000 sinkt, beginnt Autoscale mit dem Einschalten einer zusätzlichen Maschine (M7), um den Bedarf gemäß konfiguriertem Kapazitätspuffer zu decken. Beachten Sie, dass es einige Zeit dauern kann, bis Maschine M7 eingeschaltet ist. Es könnte also eine Verzögerung geben, bis Maschine M7 bereit ist.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine M7 bleibt bei einer Basislast.
  • Noch mehr Benutzer melden sich an
    • Nachdem die Maschine M7 bereit ist, werden die Sitzungen auf den Maschinen M6 und M7 gehostet und es findet ein Lastausgleich zwischen diesen Maschinen statt.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschinen (M1 bis M5) erreicht 10.000.
    • Der Lastindexwert der Maschine M7 liegt nicht mehr bei einer Basislast.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschinen (M6 und M7) steigt.
    • Die Kapazitätsreserven liegen auf einem Niveau über 10.000 gemäß Lastindex.
  • Die Benutzersitzungslast nimmt aufgrund von Sitzungsbeendigungen ab.
    • Nachdem Benutzer ihre Sitzungen abgemeldet haben oder diese aufgrund von Timeouts abgemeldet wurden, wird die freigegebene Kapazität auf Maschinen M1 bis M7 für das Hosting neuer Sitzungen wiederverwendet.
    • Steigt die gesamte freie Kapazität auf ein Niveau über 10.000 gemäß Lastindex, versetzt Autoscale eine der Cloudmaschinen (M6 bis M7) in den Drainingzustand. Sitzungen, die von anderen Benutzern gestartet wurden, werden dann nicht mehr an diese Maschine (z. B. M7) weitergeleitet, es sei denn, es treten neue Änderungen auf (beispielsweise Benutzerlast steigt wieder oder andere Cloudmaschinen haben die geringste Last).
  • Die Benutzersitzungslast nimmt weiter ab, bis ein oder mehrere Cloudmaschinen nicht mehr benötigt werden
    • Wenn alle Sitzungen auf Maschine M7 beendet wurden und die angegebene Ausschaltverzögerung abgelaufen ist, schaltet Autoscale M7 aus.
    • Der Lastindexwert aller eingeschalteten Maschinen (M1 bis M5) kann unter 10.000 fallen.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine (M6) nimmt ab.
  • Die Anzahl der Benutzersitzungen nimmt weiter ab, bis keine Cloudmaschinen mehr benötigt werden.
    • Obwohl es keine Benutzersitzungen mehr auf Maschine M6 gibt, schaltet Autoscale sie nicht aus, da sie als freie Kapazität reserviert ist.
    • Autoscale behält die nicht zugewiesene Cloudmaschine M6 eingeschaltet aufgrund des konfigurierten Kapazitätspuffers. Diese Maschine wartet darauf, einem neuen Benutzer einen Desktop bereitzustellen.
    • Sitzungen werden nicht zum Hosten an Maschine M6 geleitet, solange die On-Premises-Maschinen verfügbare Kapazität haben.

Überwachen von Kennzahlen

Sie können die folgenden Kennzahlen mit Autoscale verwalteter Maschinen über die Registerkarte Überwachen überwachen.

  • Maschinennutzung

  • Geschätzte Einsparungen

  • Warnmeldungsbenachrichtigungen für Maschinen und Sitzungen

  • Maschinenstatus

  • Lastauswertungstrends

Weitere Hinweise zu den Kennzahlen finden Sie unter Überwachen von mit Autoscale verwalteten Maschinen.

Broker PowerShell SDK-Befehle

Sie können Autoscale für Bereitstellungsgruppen mit dem Broker PowerShell SDK konfigurieren. Um Autoscale mit PowerShell-Befehlen zu konfigurieren, müssen Sie Remote PowerShell SDK Version 7.21.0.12 oder höher verwenden. Weitere Informationen zum Remote PowerShell SDK finden Sie unter SDKs und APIs.

Set-BrokerDesktopGroup

Deaktiviert oder aktiviert vorhandene BrokerDesktopGroup oder ändert deren Einstellungen. Weitere Informationen zu diesem Cmdlet finden Sie unter https://citrix.github.io/delivery-controller-sdk/Broker/Set-BrokerDesktopGroup/.

New-BrokerPowerTimeScheme

Erstellt ein neues BrokerPowerTimeScheme für eine Bereitstellungsgruppe. Weitere Informationen zu diesem Cmdlet finden Sie unter https://citrix.github.io/delivery-controller-sdk/Broker/New-BrokerPowerTimeScheme/.

Beispiele

Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Verwendung der PowerShell-Cmdlets:

Autoscale aktivieren

  • Angenommen, Sie möchten Autoscale für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” aktivieren. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Zum Beispiel:
    • PS C:\> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -AutoscalingEnabled $true

Kapazitätspuffer für Spitzen- und Nebenzeiten separat festlegen

  • Angenommen, Sie möchten für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” den Kapazitätspuffer für Spitzenzeiten auf 20 % und für Nebenzeiten auf 10 % festlegen. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Zum Beispiel:
    • PS C:\> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -PeakBufferSizePercent 20 -OffPeakBufferSizePercent 10

Timeout für “Wenn getrennt” konfigurieren

  • Angenommen, Sie möchten für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” das Timeout für “Wenn getrennt” auf 60 Minuten für Spitzenzeiten und auf 30 Minuten für Nebenzeiten festlegen. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Zum Beispiel:
    • PS C:\> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -PeakDisconnectTimeout 60 -OffPeakDisconnectTimeout 30

Timeout für “Wenn abgemeldet” konfigurieren

  • Angenommen, Sie möchten für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” das Timeout für “Wenn abgemeldet” auf 60 Minuten für Spitzenzeiten und auf 30 Minuten für Nebenzeiten festlegen. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Zum Beispiel:
    • PS C:\> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -PeakLogOffTimeout 60 -OffPeakLogOffTimeout 30

Ausschaltverzögerung konfigurieren

  • Angenommen, Sie möchten die Ausschaltverzögerung für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” auf 15 Minuten festlegen. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Zum Beispiel:
    • PS C:\> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -PowerOffDelay 15

Maschineninstanzkosten konfigurieren

  • Angenommen, Sie möchten die Maschineninstanzkosten pro Stunde für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” auf 0,2 Dollar festlegen. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Zum Beispiel:
    • PS C:\> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -MachineCost 0.2

Energiezeitschema erstellen

  • Angenommen, Sie möchten ein Energiezeitschema für die Bereitstellungsgruppe mit dem UID-Wert 3 erstellen. Das neue Schema gilt für Wochenenden, Montage und Dienstage. Der Zeitraum von 8:00 bis 18:30 Uhr gilt als Spitzenzeit für die Tage im ausgewählten Zeitplan. Für Spitzenzeiten beträgt die Poolgröße (die Anzahl der eingeschalteten Maschinen) 20. Für Nebenzeiten sind es 5 Maschinen. Sie können den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup” verwenden. Zum Beispiel:
    • PS C:\> $ps48=(0..47 | %{ if ($_ -lt 16 -or $_ -gt 37) { 5 } else { 20 } } )
    • PS C:\> $pt48=(0..47 | %{ if ($_ -lt 16 -or $_ -gt 37) { $false } else { $true } } )
    • PS C:\> New-BrokerPowerTimeScheme -Name 'First Half Week' -DaysOfWeek Weekend,Monday,Tuesday -DesktopGroupUid 3 -PeakHalfHours $pt48 -PoolSize $ps48

Autoscale-API

Die Autoscale-API umfasst REST-APIs, mit denen Sie Autoscale konfigurieren können. Weitere Informationen zu allen für Autoscale verfügbaren APIs finden Sie unter Citrix Cloud-APIs.

Nützliche Info

Autoscale arbeitet auf Bereitstellungsgruppenebene. Es wird für einzelne Bereitstellungsgruppen konfiguriert. Autoscale verwaltet nur die Maschinen in der ausgewählten Bereitstellungsgruppe.

Drainingzustand

Autoscale versucht immer, die Anzahl der eingeschalteten Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe auf die konfigurierte Poolgröße und den Kapazitätspuffer zu beschränken. Hierzu werden die überzähligen Maschinen mit den wenigsten Sitzungen in den “Drainingzustand” versetzt und ausgeschaltet, sobald alle Sitzungen abgemeldet sind. Dies ist der Fall, wenn der Sitzungsbedarf sinkt und laut Zeitplan weniger Maschinen benötigt werden, als eingeschaltet sind.

Autoscale versetzt überzählige Maschinen einzeln nacheinander in den Drainzustand. Sind auf mehren Maschinen gleich viele Sitzungen aktiv, wird die Maschine in den Drainingzustand versetzt, die für die als Ausschaltverzögerung vorgegebene Zeitdauer eingeschaltet war. Dadurch wird vermieden, dass kürzlich eingeschaltete Maschinen in den Drainzustand versetzt werden, da auf ihnen am ehesten weniger Sitzungen aktiv sind. Waren mehre Maschinen für die als Ausschaltverzögerung vorgegebene Zeitdauer eingeschaltet, werden sie von Autoscale nach dem Zufallsprinzip einzeln in den Drainzustand versetzt.

Maschinen im Drainzustand nehmen keine neuen Sitzungen an und warten auf die Abmeldung bestehender Sitzungen. Es werden nur Maschinen zum Abschalten in Betracht gezogen, wenn alle Sitzungen abgemeldet sind. Stehen keine Maschinen sofort für Sitzungsstarts zur Verfügung, werden Sitzungsstarts von Autoscale bevorzugt an Maschinen im Drainzustand weitergeleitet, anstatt neue Maschinen einzuschalten.

Eine Maschine wird aus dem Drainzustand genommen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • Die Maschine ist ausgeschaltet.
  • Autoscale ist für die Bereitstellungsgruppe deaktiviert, zu der die Maschine gehört.
  • Autoscale verwendet die Maschine, um die Anforderungen an den Zeitplan oder den Lastbedarf zu erfüllen. Dieser Fall tritt auf, wenn der Zeitplan (planbasierte Skalierung) oder der aktuelle Bedarf (lastbasierte Skalierung) mehr Maschinen benötigt, als derzeit eingeschaltet sind.

Wichtig:

Stehen keine Maschinen sofort für Sitzungsstarts zur Verfügung, werden Sitzungsstarts von Autoscale bevorzugt an Maschinen im Drainzustand weitergeleitet, anstatt neue Maschinen einzuschalten. Eine Maschine im Drainzustand, die einen Sitzungsstart hostet, bleibt im Drainzustand.

Mit dem PowerShell-Befehl “Get-BrokerMachine” können Sie herausfinden, welche Maschinen im Drainzustand sind. Beispiel: Get-BrokerMachine -DrainingUntilShutdown $true.

Lastindex

Wichtig:

Der Lastindex gilt nicht für VDI-Bereitstellungsgruppen. Er gilt nur für RDS-Bereitstellungsgruppen.

Der Lastindexwert liegt zwischen 0 und 10.000. Er wird anhand der Einstellungen der Citrix-Lastverwaltungsrichtlinie berechnet, die für gleichzeitige Anmeldungen, Sitzungs-, CPU-, Festplatten- und Arbeitsspeicherlast konfiguriert sind. 0 bedeutet, dass eine Maschine ohne Last ist. Eine Maschine mit einem Lastindexwert von 0 befindet sich bei einer Basislast. 10.000 bedeutet, dass eine Maschine vollständig ausgelastet ist und keine weiteren Sitzungen ausführen kann. Der Lastindexwert bestimmt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Maschine Verbindungen erhält. Standardmäßig gilt eine Maschine als voll ausgelastet, wenn sie 250 Sitzungen hostet.

Kapazität und Maschinenregistrierung

Um sicherzustellen, dass Autoscale eine genaue Aufstellung der Maschinen hat, die Sitzungsanfragen annehmen können, berücksichtigt es bei der Kalkulation der Kapazität für eine bestimmte Bereitstellungsgruppe nur bei einer Site registrierte Maschinen. Eingeschaltete Maschinen, die nicht registriert sind, können keine Sitzungsanfragen annehmen. Daher werden sie nicht in die Gesamtkapazität der Bereitstellungsgruppe einbezogen.

Einsatz mehrerer Maschinenkataloge

Bei manchen Sites sind einer Bereitstellungsgruppe mehrere Maschinenkataloge zugeordnet. Autoscale schaltet Maschinen aus jedem Katalog nach dem Zufallsprinzip ein, um die Zeitplan- bzw. die Sitzungsanforderungen zu erfüllen.

Beispiel: Eine Bereitstellungsgruppe hat zwei Maschinenkataloge, Katalog A mit drei eingeschalteten Maschinen und Katalog B mit einer eingeschalteten Maschine. Wenn Autoscale eine weitere Maschine einschalten muss, kann es eine aus Katalog A oder Katalog B einschalten.

Maschinenbereitstellung und Sitzungsbedarf

Der einer Bereitstellungsgruppe zugeordnete Maschinenkatalog muss über genügend Maschinen zum Ein- und Ausschalten bei steigendem und sinkendem Bedarf verfügen. Überschreitet der Sitzungsbedarf die Gesamtzahl der registrierten Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe stellt Autoscale lediglich sicher, dass alle registrierten Maschinen eingeschaltet werden. Autoscale stellt keine zusätzlichen Maschinen bereit.

Verfügbarkeit von Überwachungsdaten

Überwachungsdaten sind verfügbar, wenn Autoscale für eine Bereitstellungsgruppe aktiviert ist. Wird Autoscale anschließend wieder deaktiviert, sind die Überwachungsdaten weiterhin verfügbar. Autoscale erfasst Überwachungsdaten in Intervallen von 5 Minuten.

Hinweis:

Wenn Sie die automatische Skalierung für eine Bereitstellungsgruppe anfänglich aktivieren, kann es einige Minuten dauern, bis Überwachungsdaten für diese Bereitstellungsgruppe angezeigt werden.

Instanzgröße

Sie können Ihre Kosten optimieren, wenn Sie die Größe Ihrer Instanzen in öffentlichen Clouds anpassen. Kleinere Instanzen hosten weniger Benutzersitzungen als größere. Daher versetzt Autoscale bei kleineren Instanzen Maschinen viel schneller in den Drainzustand, da die Abmeldung der letzten Benutzersitzung schneller erfolgt. Kleinere Instanzen werden somit schneller ausgeschaltet, wodurch die Kosten gesenkt werden. Citrix empfiehlt die Bereitstellung kleinerer Instanzen, sofern diese Ihren Workload-, Leistungs- und Kapazitätsanforderungen entsprechen.