Citrix AutoScale für Citrix Virtual Apps and Desktops Service

Citrix AutoScale ist ein exklusives Feature für Citrix Virtual Apps and Desktops Service zur konsistenten und proaktiven Verwaltung Ihrer Maschinen. Es zielt auf eine Balance zwischen Kosten und Benutzererfahrung ab. Citrix AutoScale integriert die veraltete Smart Scale-Technologie in die Energieverwaltung von Studio.

Informationen zu AutoScale

AutoScale ermöglicht die proaktive Energieverwaltung aller registrierten Server- und Desktopbetriebssystemmaschinen in einer Bereitstellungsgruppe.

Unterstützte VDA-Hostingplattformen

AutoScale unterstützt eine Vielzahl von Cloud-Infrastrukturplattformen, darunter Citrix Hypervisor, Microsoft Azure Resource Manager, VMware vSphere. Eine vollständige Liste der unterstützten Plattformen finden Sie unter Systemanforderungen.

Unterstützte Workloads

AutoScale kann sowohl mit Remote Desktop Service (RDS) als auch mit Virtual Desktop Infrastructure (VDI) verwendet werden. Es gibt drei relevante Benutzeroberflächen:

  • AutoScale-Benutzeroberfläche für RDS-Bereitstellungsgruppen

  • AutoScale-Benutzeroberfläche für gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen

  • AutoScale-Benutzeroberfläche für statische VDI-Bereitstellungsgruppen

Weitere Hinweise zu den Benutzeroberflächen für verschiedene Bereitstellungsgruppen finden Sie unter Drei AutoScale-Benutzeroberflächen.

Vorteile

Das AutoScale-Feature bietet folgende Vorteile:

  • Konsistenter Einzelmechanismus zur Verwaltung von Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe

  • Gewährleistung der Verfügbarkeit und Kostenkontrolle durch Energieverwaltung auf der Basis der Last, eines Zeitplans oder von beidem

  • Überwachung von Kennzahlen wie Kosteneinsparungen und Kapazitätsauslastung und Aktivierung von Benachrichtigungen über Director auf der Registerkarte Überwachen.

Sehen Sie sich das 2-minütige Video an

Das folgende Video bietet einen kurzen Überblick über Autoscale.

Videosymbol

Migration

Die Migration von Smart Scale zu AutoScale wird unterstützt. Bei der Migration werden Konfigurationsdaten aus Smart Scale exportiert und in AutoScale importiert. Weitere Informationen finden Sie unter Migration von Smart Scale nach AutoScale.

Drei AutoScale-Benutzeroberflächen

Es gibt drei AutoScale-Benutzeroberflächen. Details hierzu finden Sie weiter unten.

AutoScale-Benutzeroberfläche für RDS-Bereitstellungsgruppen:

AutoScale.Benutzeroberfläche für RDS

AutoScale-Benutzeroberfläche für gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen:

AutoScale-Benutzeroberfläche für gepoolte VDI

AutoScale-Benutzeroberfläche für statische VDI-Bereitstellungsgruppen:

AutoScale-Benutzeroberfläche für statische VDI

Aktivieren und Deaktivieren von AutoScale für eine Bereitstellungsgruppe

Hinweis:

Standardmäßig ist AutoScale aktiviert, wenn Sie eine Bereitstellungsgruppe erstellen.

  1. Wählen Sie im Studio-Navigationsbereich auf der Registerkarte Verwalten die Option Bereitstellungsgruppen aus.

  2. Wählen Sie im Bereich Aktionen die Bereitstellungsgruppe aus, die Sie verwalten möchten, und klicken Sie dann auf Bereitstellungsgruppe bearbeiten .

  3. Aktivieren Sie auf der Seite AutoScale das Kontrollkästchen AutoScale, um das Feature zu aktivieren. Nachdem Sie AutoScale aktiviert haben, werden die Optionen auf der Seite verfügbar.

  4. Zum Deaktivieren des Features deaktivieren Sie das Kontrollkästchen Autoscale. Die Optionen auf der Seite werden grau angezeigt, sodass zu sehen ist, dass AutoScale für die ausgewählte Bereitstellungsgruppe deaktiviert ist.

Wichtig:

  • Wenn Sie AutoScale deaktivieren, verbleiben alle über AutoScale verwalteten Maschinen in dem zum Zeitpunkt der Deaktivierung aktiven Zustand.
  • Nachdem Sie AutoScale deaktiviert haben, werden Maschinen im Drainingzustand aus diesem genommen. Weitere Hinweise zum Drainingzustand finden Sie unter Drainingzustand.

Energieverwaltung von Maschinen durch AutoScale

AutoScale schaltet Maschinen basierend auf dem ausgewählten Zeitplan ein und aus. Über AutoScale können Sie mehrere Zeitpläne, z. B. für bestimmte Wochentage, festlegen und die Anzahl der während dieser Zeiten verfügbaren Maschinen vorgeben. Benutzergruppen, die Maschinenressourcen zu einem bestimmten Zeitpunkt an bestimmten Tagen nutzen kann mit AutoScale so eine optimales Benutzererfahrung geboten werden. Maschinen bleiben während des Zeitplans eingeschaltet, unabhängig davon, ob auf ihnen Sitzungen ausgeführt werden.

Der Zeitplan basiert auf der Zeitzone der Bereitstellungsgruppe. Zum Ändern der Zeitzone können Sie Benutzereinstellungen in einer Bereitstellungsgruppe ändern. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Bereitstellungsgruppen.

Standardmäßig hat AutoScale zwei Zeitpläne: Werktage (Montag bis Freitag) und Wochenende (Samstag und Sonntag). AutoScale schaltet eine bestimmte Anzahl Maschinen an Werktagen von (07:00 Uhr bis 19:00 Uhr) ein und an Wochenenden keine. Die zulässige Anzahl reicht von 1 bis 50, abhängig vom konfigurierten Kapazitätspuffer und der Anzahl Maschinen in der Bereitstellungsgruppe. Weitere Hinweise zur Anzahl standardmäßig eingeschalteter Maschinen finden Sie unter Funktionsweise des Kapazitätspuffers.

Hinweis:

Autoscale behandelt in seiner Kalkulation nur in der Site registrierte Maschinen als Teil der verfügbaren Kapazität. “Registriert” bedeutet, dass eine Maschine einsatzbereit oder bereits im Einsatz ist. Dadurch wird sichergestellt, dass nur Maschinen, die Benutzersitzungen annehmen können, zur Kapazität für die Bereitstellungsgruppe gezählt werden.

Zeitplanbasierte Einstellungen

AutoScale-Zeitplan: Ermöglicht das Hinzufügen, Bearbeiten, Auswählen und Löschen von Zeitplänen.

Angewendete Tage: Zur Auswahl der Tage, auf die der ausgewählten Zeitplan angewendet wird. Die restlichen Tage sind ausgegraut.

Bearbeiten: Ermöglicht die Zuweisung der Maschinen für jede Stunde. Sie können Maschinen nach Zahl oder Prozentsatz zuordnen.

Hinweis:

  • Diese Option ist nur in den AutoScale-Benutzeroberflächen für RDS und gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen verfügbar.
  • Das Histogramm neben Bearbeiten stellt die Anzahl oder den Prozentsatz der Maschinen dar, die in verschiedenen Zeitfenstern ausgeführt werden.
  • Sie können Maschinen jedem Zeitfenster zuweisen, indem Sie oberhalb von “Spitzenzeiten” auf Bearbeiten klicken. Abhängig von der Option, die Sie aus dem Dropdownmenü im Fenster Zu startende Maschinen ausgewählt haben, können Sie Maschinen nach Zahl oder Prozentsatz zuweisen.
  • Für RDS-Bereitstellungsgruppen können Sie die Mindestanzahl ausgeführter Maschinen für jede halbe Stunde separat festlegen. Für gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen können Sie die Mindestanzahl ausgeführter Maschinen für jede Stunde separat festlegen.

Um eigene Zeitpläne zu definieren, führen Sie die folgenden Schritte aus.

  1. Wählen Sie Zeitpläne bearbeiten aus dem Dropdownmenü und klicken Sie auf Zeitplan hinzufügen.

  2. Wählen Sie im Fenster “AutoScale-Zeitpläne bearbeiten” die Tage aus, die Sie jedem Plan zuordnen möchten. Sie können bei Bedarf auch Zeitpläne löschen.

  3. Klicken Sie auf Anwenden, um die Zeitpläne zu speichern und zur AutoScale-Seite zurückzukehren.

  4. Wählen Sie den gewünschten Zeitplan aus dem Dropdownmenü aus und legen Sie die Optionen dafür fest.

Wichtig:

  • Eine Überlappung von Zeitplänen am selben Tag ist nicht zulässig. Wenn Sie beispielsweise Montag in Zeitplan2 auswählen, nachdem Sie Montag in Zeitplan1 ausgewählt haben, wird Montag in Zeitplan1 automatisch gelöscht.
  • Bei Zeitplannamen spielt die Groß- und Kleinschreibung keine Rolle.
  • Ein Zeitplanname darf nicht leer sein oder nur Leerzeichen enthalten.
  • Leerzeichen zwischen den Zeichen sind zulässig.
  • Ein Zeitplanname darf die folgenden Zeichen nicht enthalten: \ / ; : # . * ? = < > | [ ] ( ) { } “ ‘ `.
  • AutoScale unterstützt keine mehrfach vorkommenden Zeitplannamen. Geben Sie für jeden Zeitplan einen anderen Namen ein.
  • Leere Zeitpläne werden nicht unterstützt. Das bedeutet, dass Zeitpläne ohne ausgewählte Tage nicht gespeichert werden.

Hinweis:

Auf der Seite “AutoScale” werden die im ausgewählten Zeitplan enthaltenen Tage hervorgehoben und die nicht enthaltenen Tage ausgegraut dargestellt.

Lastbasierte Einstellungen

Spitzenzeiten: Hier können Sie die Spitzenzeiten für die Tage im ausgewählten Zeitplan definieren. Klicken Sie hierzu mit der rechten Maustaste auf das horizontale Balkendiagramm. Nachdem Sie die Spitzenzeiten gewählt haben, werden die verbleibenden, nicht gewählten Zeiten standardmäßig als Nebenzeiten behandelt. Standardmäßig gilt der Zeitraum von 7:00 bis 19:00 Uhr als Spitzenzeit für die Tage im ausgewählten Zeitplan.

Wichtig:

  • Bei RDS-Bereitstellungsgruppen wird das Balkendiagramm der Spitzenzeiten für den Kapazitätspuffer verwendet.
  • Bei VDI-Bereitstellungsgruppen wird das Balkendiagramm der Spitzenzeiten für den Kapazitätspuffer verwendet und steuert die Aktionen, die nach Abmeldung und/oder Trennung ausgelöst werden sollen.

Kapazitätspuffer: Ermöglicht den Betrieb eines Puffers eingeschalteter Maschinen. Ein geringerer Wert senkt die Kosten. Ein höherer Wert sorgt für eine optimale Benutzererfahrung, da die Benutzer beim Starten von Sitzungen nicht auf das Einschalten zusätzlicher Maschinen warten müssen. Standardmäßig beträgt der Kapazitätspuffer 10 % in Spitzen- und Nebenzeiten. Wenn Sie den Kapazitätspuffer auf 0 setzen, müssen die Benutzer beim Starten von Sitzungen evtl. warten, bis zusätzliche Maschinen hochgefahren sind. In AutoScale können Sie den Kapazitätspuffer für Spitzen- und Nebenzeiten separat festlegen.

Sonstige Einstellungen

Wenn getrennt: Hier können Sie festlegen, wie lange eine getrennte, gesperrte Maschine nach dem Trennen der Sitzung eingeschaltet bleibt, bevor sie angehalten oder heruntergefahren wird. Wenn ein Zeitwert angegeben wird, wird die Maschine nach Verstreichen dieser Zeit abhängig von der von Ihnen konfigurierten Aktion angehalten oder heruntergefahren. Standardmäßig ist getrennten Maschinen keine Aktion zugewiesen. Sie können für Spitzen- und Nebenzeiten separate Optionen definieren. Klicken Sie dazu auf den Abwärtspfeil und wählen Sie eine der folgenden Optionen:

  • Keine Aktion. Die Maschine bleibt nach der Sitzungstrennung eingeschaltet und es erfolgt keine Aktion durch AutoScale.
  • Anhalten: Die Maschine wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit automatisch angehalten, jedoch nicht abgeschaltet.
  • Herunterfahren: Die Maschine wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit heruntergefahren.

Hinweis:

Diese Option ist nur in den AutoScale-Benutzeroberflächen für gepoolte und statische VDI-Bereitstellungsgruppen verfügbar.

Wenn abgemeldet: Hier können Sie festlegen, wie lange eine Maschine nach der Abmeldung der Sitzung eingeschaltet bleibt, bevor sie angehalten oder heruntergefahren wird. Wenn ein Zeitwert angegeben wird, wird die Maschine nach Verstreichen dieser Zeit abhängig von der von Ihnen konfigurierten Aktion angehalten oder heruntergefahren. Standardmäßig ist abgemeldeten Maschinen keine Aktion zugewiesen. Sie können für Spitzen- und Nebenzeiten separate Optionen definieren. Klicken Sie dazu auf den Abwärtspfeil und wählen Sie eine der folgenden Optionen:

  • Keine Aktion. Die Maschine bleibt nach der Abmeldung eingeschaltet und es erfolgt keine Aktion durch AutoScale.
  • Anhalten: Die Maschine wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit automatisch angehalten, jedoch nicht abgeschaltet.
  • Herunterfahren: Die Maschine wird nach Ablauf der vorgegebenen Zeit heruntergefahren.

Hinweis:

Diese Option ist nur in der AutoScale-Benutzeroberfläche für statische VDI-Bereitstellungsgruppen verfügbar.

Ausschaltverzögerung: Ermöglicht die Angabe einer Mindestdauer in Minuten, nach deren Ablauf eingeschaltete Maschinen durch AutoScale ausgeschaltet werden können. Dadurch wird verhindert, dass Maschinen bei schnell wechselnden Sitzungsanforderungen ständig ein- und ausgeschaltet werden. Standardmäßig beträgt die Ausschaltverzögerung 30 Minuten. Sie können einen Wert von 0 bis 60 Minuten einstellen.

Hinweis:

Diese Option ist nur in der AutoScale-Benutzeroberfläche für RDS-Bereitstellungsgruppen verfügbar.

Maschineninstanzkosten pro Stunde: Hier können Sie Ihre Maschineninstanzkosten pro Stunde eingeben. Die Maschineninstanzkosten pro Stunde sind die Kosten pro Stunde verwendeter Rechenkapazität. Diese Angabe wird zur Berechnung der Kosteneinsparungen durch die o. g. AutoScale-Einstellungen verwendet. Um die Einsparungen anzuzeigen, gehen Sie zu Überwachen > Trends > Maschinennutzung. Weitere Informationen finden Sie unter Überwachen von mit AutoScale verwalteten Maschinen.

Hinweis:

AutoScale unterstützt keine Änderung der Währung für die Kostenbasis.

Funktionsweise des Kapazitätspuffers

Der Kapazitätspuffer dient zum Vorhalten freier Kapazität zur Berücksichtigung dynamischer Laststeigerungen. Es sind zwei Szenarien zu beachten:

  • Bei RDS-Bereitstellungsgruppen wird der Kapazitätspuffer als Prozentsatz der Gesamtkapazität der Bereitstellungsgruppe in Bezug auf den Lastindex definiert. Weitere Hinweise zum Lastindex finden Sie unter Lastindex.

  • Bei VDI-Bereitstellungsgruppen wird der Kapazitätspuffer als Prozentsatz der Gesamtkapazität der Bereitstellungsgruppe in Bezug auf die Anzahl der Maschinen definiert.

In AutoScale können Sie den Kapazitätspuffer für Spitzen- und Nebenzeiten separat festlegen. Ein niedrigerer Wert im Feld “Kapazitätspuffer” senkt die Kosten, da AutoScale weniger freie Kapazität einschaltet. Ein höherer Wert sorgt für eine optimale Benutzererfahrung, da die Benutzer beim Starten von Sitzungen nicht auf das Einschalten zusätzlicher Maschinen warten müssen. Standardmäßig beträgt der Kapazitätspuffer 10 %. AutoScale schaltet unabhängig vom konfigurierten Kapazitätspuffer und der Anzahl Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe maximal 50 Maschinen ein.

Wichtig:

Der Kapazitätspuffer bewirkt das Einschalten von Maschinen, sobald die Reservekapazität unter x Prozent der Gesamtkapazität der Bereitstellungsgruppe sinkt. Dadurch wird der erforderliche Prozentsatz an Kapazitätsreserven beibehalten.

RDS-Bereitstellungsgruppen

Wann werden Maschinen eingeschaltet?

Wichtig:

Wenn ein Zeitplan ausgewählt ist, schaltet AutoScale alle im Zeitplan zum Einschalten konfigurierten Maschinen ein. Diese Maschinen bleiben während des Zeitplans lastunabhängig eingeschaltet.

Wenn die Anzahl eingeschalteter Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) in der Bereitstellungsgruppe den angestrebten Wert in Bezug auf den Lastindex nicht mehr erfüllt, schaltet AutoScale weitere Maschinen ein. Dies kann zu Spitzenzeiten, bei einer höheren Maschinenauslastung, neuen Sitzungsstarts und beim Hinzufügen neuer Maschinen zur Bereitstellungsgruppe eintreten. AutoScale schaltet nur Maschinen ein, die die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Die Maschinen sind nicht im Wartungsmodus.

  • Der Hypervisor, auf dem die Maschinen ausgeführt werden, ist nicht im Wartungsmodus.

  • Die Maschinen sind derzeit ausgeschaltet.

  • Die Maschinen haben keine ausstehenden Energieaktionen.

Wann werden Maschinen ausgeschaltet?

Wichtig:

  • Wenn ein Zeitplan ausgewählt ist, schaltet AutoScale die Maschinen gemäß diesem Zeitplan aus.
  • AutoScale schaltet keine Maschinen aus, die im Zeitplan als eingeschaltet konfiguriert sind.

Sind mehr als genügend Maschinen (laut Zeitplan und einschließlich Puffer) für eine Bereitstellungsgruppe eingeschaltet, schaltet AutoScale überzählige Maschinen aus. Dies kann zu Nebenzeiten, bei einer gesunkenen Maschinenauslastung, bei Sitzungsabmeldungen und beim Entfernen von Maschinen aus einer Bereitstellungsgruppe eintreten. AutoScale schaltet nur Maschinen aus, die die folgenden Kriterien erfüllen:

  • Die Maschinen und der Hypervisor, auf dem sie ausgeführt werden, sind nicht im Wartungsmodus.

  • Die Maschinen sind derzeit eingeschaltet.

  • Die Maschinen sind als verfügbar registriert oder warten auf die Registrierung nach dem Start.

  • Die Maschinen haben keine aktiven Sitzungen.

  • Die Maschinen haben keine ausstehenden Energieaktionen.

  • Die Maschinen erfüllen die angegebene Ausschaltverzögerung. Dies bedeutet, dass die Maschinen mindestens x Minuten eingeschaltet waren, wobei x die für die Bereitstellungsgruppe festgelegte Ausschaltverzögerung ist.

Beispielszenario

Angenommen, Sie haben das folgende Szenario:

  • Bereitstellungsgruppenkonfiguration: Die Bereitstellungsgruppe, die von AutoScale verwaltet werden soll, enthält 10 Maschinen (M1 bis M10).

  • AutoScale-Konfiguration:

    • Der Kapazitätspuffer ist auf 10 % eingestellt.
    • Im ausgewählten Zeitplan ist keine Maschine enthalten.

Das Szenario hat folgenden Ablauf:

  1. Kein Benutzer meldet sich an.

  2. Die Zahl der Benutzersitzungen erhöht sich.

  3. Weitere Benutzersitzungen beginnen.

  4. Die Benutzersitzungslast nimmt aufgrund von Sitzungsbeendigungen ab.

  5. Die Benutzersitzungslast nimmt weiter ab, bis sie nur von lokalen Ressourcen getragen wird.

Informationen zur Funktionsweise von AutoScale in diesem Szenario finden Sie nachfolgend.

  • Keine Benutzerlast (Anfangszustand)
    • Eine Maschine (z. B. M1) wird eingeschaltet. Die Maschine wird wegen des konfigurierten Kapazitätspuffers eingeschaltet. In diesem Fall gilt 10 (Anzahl der Maschinen) x 10.000 (Lastindex) x 10 % (konfigurierter Kapazitätspuffer) = 10.000. Daher wird eine Maschine eingeschaltet.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine (M1) liegt bei einer Basislast (Lastindex = 0).
  • Der erste Benutzer meldet sich an.
    • Die Sitzung wird an Maschine M1 zum Hosten geleitet.
    • Der Lastindex der eingeschalteten Maschine M1 erhöht sich und liegt nicht mehr bei der Basislast.
    • AutoScale schaltet eine zusätzliche Maschine (M2) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
    • Der Lastindexwert der Maschine M2 liegt bei einer Basislast.
  • Die Benutzerlast steigt.
    • Die Sitzungen werden auf die Maschinen M1 und M2 verteilt. Dadurch steigt der Lastindex der eingeschalteten Maschinen (M1 und M2).
    • Die Kapazitätsreserven liegen nach wie vor auf einem Niveau über 10.000 gemäß Lastindex.
    • Der Lastindexwert der Maschine M2 liegt nicht mehr bei einer Basislast.
  • Weitere Benutzersitzungen beginnen.
    • Die Sitzungen werden auf die Maschinen M1 und M2 verteilt. Dadurch steigt der Lastindex der eingeschalteten Maschinen (M1 und M2) weiter.
    • Wenn die gesamte freie Kapazität in Bezug auf den Lastindex auf unter 10.000 sinkt, beginnt AutoScale mit dem Einschalten einer zusätzlichen Maschine (M3), um den Bedarf gemäß konfiguriertem Kapazitätspuffer zu decken.
    • Der Lastindexwert der Maschine M3 liegt bei einer Basislast.
  • Weitere Benutzersitzungen beginnen.
    • Die Sitzungen werden auf die Maschinen M1 bis M3 verteilt. Dadurch steigt der Lastindex der eingeschalteten Maschinen (M1 bis M3).
    • Die Kapazitätsreserven liegen auf einem Niveau über 10.000 gemäß Lastindex.
    • Der Lastindexwert der Maschine M3 liegt nicht mehr bei einer Basislast.
  • Die Benutzersitzungslast nimmt aufgrund von Sitzungsbeendigungen ab.
    • Nachdem Benutzer ihre Sitzungen abgemeldet haben oder diese aufgrund von Timeouts abgemeldet wurden, wird die freigegebene Kapazität auf Maschinen M1 bis M3 für das Hosting neuer Sitzungen wiederverwendet.
    • Steigt die gesamte freie Kapazität auf ein Niveau über 10.000 gemäß Lastindex, versetzt AutoScale eine der Maschinen (z. B. M3) in den Drainingzustand. Sitzungen, die von anderen Benutzern gestartet wurden, werden dann nicht mehr an diese Maschine weitergeleitet, es sei denn, es treten neue Änderungen auf (beispielsweise Endbenutzerlast steigt wieder oder eine Geringauslastung anderer Maschinen).
  • Die Sitzungslast nimmt weiter ab.
    • Wenn alle Sitzungen auf Maschine M3 beendet wurden und die angegebene Ausschaltverzögerung abgelaufen ist, schaltet AutoScale M3 aus.
    • Wenn weitere Benutzer ihre Sitzungen beenden, wird die freigegebene Kapazität auf den eingeschalteten Maschinen (M1 und M2) für das Hosting neuer Sitzungen anderer Benutzer wiederverwendet.
    • Steigt die gesamte freie Kapazität auf ein Niveau über 10.000 gemäß Lastindex, versetzt AutoScale eine der Maschinen (z. B. M2) in den Drainingzustand. Von anderen Benutzern gestartete Sitzungen werden nicht mehr an diese Maschine geleitet.
  • Die Sitzungslast nimmt weiter ab bis es keine Sitzungen mehr gibt.
    • Wenn alle Sitzungen auf Maschine M2 beendet wurden und die angegebene Ausschaltverzögerung abgelaufen ist, schaltet AutoScale M2 aus.
    • Der Lastindexwert der eingeschalteten Maschine (M1) liegt bei einer Basislast. Maschine M1 wird aufgrund des konfigurierten Kapazitätspuffers nicht in den Drainingzustand versetzt.

Hinweis:

Bei RDS-Bereitstellungsgruppen gehen alle Änderungen am Desktop verloren, wenn Benutzer Sitzungen abmelden. Bei entsprechender Konfiguration werden benutzerspezifische Einstellungen jedoch zusammen mit dem Benutzerprofil weitergegeben.

Gepoolte VDI-Bereitstellungsgruppen

Der Kapazitätspuffer wird verwendet, um plötzliche Nachfragespitzen aufzufangen, indem eine auf der Gesamtzahl der Maschinen in der Bereitstellungsgruppe basierende Zahl von Maschinen eingeschaltet bleibt. Standardmäßig beträgt der Kapazitätspuffer 10 % der Gesamtzahl der Maschinen in der Bereitstellungsgruppe.

Überschreitet die Anzahl der Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) die Gesamtzahl der eingeschalteten Maschinen, werden weitere Maschinen eingeschaltet. Unterschreitet die Anzahl der Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) die Gesamtzahl der eingeschalteten Maschinen, werden die überzähligen Maschinen je nach Konfiguration angehalten oder ausgeschaltet.

Beispielszenario

Angenommen, Sie haben das folgende Szenario:

  • Bereitstellungsgruppenkonfiguration: Die Bereitstellungsgruppe, die von AutoScale verwaltet werden soll, enthält 10 Maschinen (M1 bis M10).
  • AutoScale-Konfiguration:
    • Der Kapazitätspuffer ist auf 10 % eingestellt.
    • Im ausgewählten Zeitplan ist keine Maschine enthalten.

Das Szenario hat folgenden Ablauf:

  1. Kein Benutzer meldet sich an.

  2. Die Zahl der Benutzersitzungen erhöht sich.

  3. Weitere Benutzersitzungen beginnen.

  4. Die Benutzersitzungslast nimmt aufgrund von Sitzungsbeendigungen ab.

  5. Die Benutzersitzungslast nimmt weiter ab, bis sie nur von lokalen Ressourcen getragen wird.

Informationen zur Funktionsweise von AutoScale in diesem Szenario finden Sie nachfolgend.

  • Keine Benutzerlast (Anfangszustand)
    • Eine Maschine (M1) ist eingeschaltet. Die Maschine wird wegen des konfigurierten Kapazitätspuffers eingeschaltet. In diesem Fall gilt 10 (Anzahl der Maschinen) x 10 % (konfigurierter Kapazitätspuffer) = 1. Daher wird eine Maschine eingeschaltet.
  • Der erste Benutzer meldet sich an.
    • Wenn sich ein Benutzer zum ersten Mal anmeldet, um einen Desktop zu verwenden, wird ihm ein Desktop aus einem Pool von Desktops zugewiesen, die auf den eingeschalteten Maschinen gehostet werden. In diesem Fall wird ihm ein Desktop von Maschine M1 zugewiesen.
    • AutoScale schaltet eine zusätzliche Maschine (M2) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Ein zweiter Benutzer meldet sich an.
    • Dem Benutzer wird ein Desktop von Maschine M2 zugewiesen.
    • AutoScale schaltet eine zusätzliche Maschine (M3) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Ein dritter Benutzer meldet sich an.
    • Ihm wird ein Desktop von Maschine M3 zugewiesen.
    • AutoScale schaltet eine zusätzliche Maschine (M4) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Ein Benutzer meldet sich ab.
    • Wenn sich ein Benutzer abmeldet oder bei einem Desktop ein Timeout auftritt, steht die freigesetzte Kapazität (z. B. M3) als Puffer zur Verfügung. Infolgedessen schaltet AutoScale Maschine M4 aus, da der Kapazitätspuffer auf 10 % festgelegt ist.
  • Weitere Benutzer melden sich ab, bis keine Benutzer mehr vorhanden sind.
    • Wenn sich weitere Benutzer abmelden, schaltet AutoScale Maschinen aus (z. B. M2 oder M3).
    • Selbst wenn keine Benutzer mehr vorhanden sind, schaltet AutoScale die verbleibende Maschine (z. B. M1) nicht aus, da diese als Reserve festgelegt ist.

Hinweis:

Bei gepoolten VDI-Bereitstellungsgruppen gehen alle Änderungen am Desktop verloren, wenn Benutzer Sitzungen abmelden. Bei entsprechender Konfiguration werden benutzerspezifische Einstellungen jedoch zusammen mit dem Benutzerprofil weitergegeben.

Statische VDI-Bereitstellungsgruppen

Der Kapazitätspuffer wird verwendet, um plötzliche Nachfragespitzen aufzufangen, indem eine auf der Gesamtzahl der nicht zugewiesenen Maschinen in der Bereitstellungsgruppe basierende Zahl nicht zugewiesener Maschinen eingeschaltet bleibt. Standardmäßig beträgt der Kapazitätspuffer 10 % der Gesamtzahl der nicht zugewiesenen Maschinen in der Bereitstellungsgruppe.

Wichtig:

Wenn alle Maschinen einer Bereitstellungsgruppe zugewiesen sind, spielt der Kapazitätspuffer für das Ein- und Ausschalten von Maschinen keine Rolle mehr.

Überschreitet die Anzahl der Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) die Gesamtzahl der eingeschalteten Maschinen, werden weitere nicht zugewiesene Maschinen eingeschaltet. Unterschreitet die Anzahl der Maschinen (einschließlich Kapazitätspuffer) die Gesamtzahl der eingeschalteten Maschinen, werden überzählige Maschinen je nach Konfiguration angehalten oder ausgeschaltet.

Beispielszenario

Angenommen, Sie haben das folgende Szenario:

  • Bereitstellungsgruppenkonfiguration: Die Bereitstellungsgruppe, die von AutoScale verwaltet werden soll, enthält 10 Maschinen (M1 bis M10).
  • AutoScale-Konfiguration:
    • Die Maschinen M1 bis M3 sind zugewiesen, die Maschinen M4 bis M10 sind nicht zugewiesen.
    • Der Kapazitätspuffer ist für Spitzen- und Nebenzeiten auf 10 % festgelegt.
    • Gemäß Zeitplan findet die Energieverwaltung von Maschinen durch AutoScale zwischen 09:00 Uhr und 18:00 Uhr statt.

Informationen zur Funktionsweise von AutoScale in diesem Szenario finden Sie nachfolgend.

  • Beginn des Zeitplans: 09:00 Uhr
    • AutoScale schaltet Maschine M1 bis M3 ein.
    • AutoScale schaltet eine zusätzliche Maschine (z. B. M4) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken. Maschine M4 ist nicht zugewiesen.
  • Der erste Benutzer meldet sich an.
    • Wenn sich ein Benutzer zum ersten Mal anmeldet, um einen Desktop zu verwenden, wird ihm ein Desktop aus einem Pool von Desktops zugewiesen, die auf den eingeschalteten, nicht zugewiesenen Maschinen gehostet werden. In diesem Fall wird ihm ein Desktop von Maschine M4 zugewiesen. Bei nachfolgenden Anmeldungen wird dem Benutzer derselbe Desktop wie beim ersten Mal zugewiesen.
    • AutoScale schaltet eine zusätzliche Maschine (z. B. M5) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Ein zweiter Benutzer meldet sich an.
    • Dem Benutzer wird ein Desktop von den nicht zugewiesenen, eingeschalteten Maschinen zugewiesen. In diesem Fall wird ihm ein Desktop von Maschine M5 zugewiesen. Bei nachfolgenden Anmeldungen wird dem Benutzer derselbe Desktop wie beim ersten Mal zugewiesen.
    • AutoScale schaltet eine zusätzliche Maschine (z. B. M6) ein, um den Bedarf gemäß dem konfigurierten Kapazitätspuffer zu decken.
  • Benutzer melden sich ab.
    • Wenn sich Benutzer abmelden oder auf Desktops ein Timeout auftritt, bleiben die Maschinen M1 bis M5 von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr eingeschaltet. Wenn sich Benutzer neu anmelden, stellen sie eine Verbindung mit demselben Desktop her, der ihnen bei der ersten Verwendung zugewiesen wurde.
    • Die nicht zugewiesene Maschine M6 ist für einen neuen, nicht zugewiesenen Benutzer vorgesehen.
  • Ende des Zeitplans: 18:00 Uhr
    • Um 18:00 Uhr schaltet AutoScale die Maschinen M1 bis M5 ab.
    • Die nicht zugewiesene Maschine M6 bleibt wegen des konfigurierten Kapazitätspuffers eingeschaltet. Diese Maschine ist für einen neuen, nicht zugewiesenen Benutzer vorgesehen.
    • In der Bereitstellungsgruppe sind die Maschinen M6 bis M10 nicht zugewiesen.

Überwachen von Kennzahlen

Sie können die folgenden Kennzahlen mit AutoScale verwalteter Maschinen über die Registerkarte Überwachen überwachen.

  • Maschinennutzung

  • Geschätzte Einsparungen

  • Warnmeldungsbenachrichtigungen für Maschinen und Sitzungen

  • Maschinenstatus

  • Lastauswertungstrends

Weitere Hinweise zu den Kennzahlen finden Sie unter Überwachen von mit AutoScale verwalteten Maschinen.

Broker PowerShell SDK für RDS-Bereitstellungsgruppen

Sie können AutoScale für RDS-Bereitstellungsgruppen mithilfe des Broker PowerShell SDKs konfigurieren. Um Autoscale mit PowerShell-Befehlen zu konfigurieren, müssen Sie Remote PowerShell SDK Version 7.21.0.12 oder höher verwenden. Weitere Informationen zum Remote PowerShell SDK finden Sie unter SDKs und APIs.

Set-BrokerDesktopGroup

Deaktiviert oder aktiviert vorhandene BrokerDesktopGroup oder ändert deren Einstellungen. Weitere Informationen zu diesem Cmdlet finden Sie unter https://citrix.github.io/delivery-controller-sdk/Broker/Set-BrokerDesktopGroup/.

New-BrokerPowerTimeScheme

Erstellt ein neues BrokerPowerTimeScheme für eine Bereitstellungsgruppe. Weitere Informationen zu diesem Cmdlet finden Sie unter https://citrix.github.io/delivery-controller-sdk/Broker/New-BrokerPowerTimeScheme/.

Beispiele

Die folgenden Beispiele verdeutlichen die Verwendung der PowerShell-Cmdlets:

AutoScale aktivieren

  • Angenommen, Sie möchten AutoScale für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” aktivieren. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Beispiel:
    • C:\PS> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -AutoscalingEnabled $true

Kapazitätspuffer für Spitzen- und Nebenzeiten separat festlegen

  • Angenommen, Sie möchten für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” den Kapazitätspuffer für Spitzenzeiten auf 20 % und für Nebenzeiten auf 10 % festlegen. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Beispiel:
    • C:\PS> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -PeakBufferSizePercent 20-OffPeakBufferSizePercent 10

Maschineninstanzkosten konfigurieren

  • Angenommen, Sie möchten die Maschineninstanzkosten pro Stunde für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” auf 0,2 Dollar festlegen. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Beispiel:
    • C:\PS> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -MachineCost 0.2

Ausschaltverzögerung konfigurieren

  • Angenommen, Sie möchten die Ausschaltverzögerung für die Bereitstellungsgruppe “MyDesktop” auf 15 Minuten festlegen. Verwenden Sie den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup”. Beispiel:
    • C:\PS> Set-BrokerDesktopGroup "MyDesktop" -PowerOffDelay 15

Energiezeitschema erstellen

  • Angenommen, Sie möchten ein Energiezeitschema für die Bereitstellungsgruppe mit dem UID-Wert 3 erstellen. Das neue Schema gilt für Wochenenden, Montage und Dienstage. Der Zeitraum von 8:00 bis 18:30 Uhr gilt als Spitzenzeit für die Tage im ausgewählten Zeitplan. Für Spitzenzeiten beträgt die Poolgröße (die Anzahl der eingeschalteten Maschinen) 20. Für Nebenzeiten sind es 5 Maschinen. Sie können den PowerShell-Befehl “Set-BrokerDesktopGroup” verwenden. Beispiel:
    • C:\PS> $ps48=(0..47 | %{ if ($_ -lt 16 -or $_ -gt 37) { 5 } else { 20 } } )
    • C:\PS> $pt48=(0..47 | %{ if ($_ -lt 16 -or $_ -gt 37) { $false } else { $true } } )
    • C:\PS> New-BrokerPowerTimeScheme -Name 'First Half Week' -DaysOfWeek Weekend,Monday,Tuesday -DesktopGroupUid 3 -PeakHalfHours $pt48 -PoolSize $ps48

AutoScale-API

Die AutoScale-API umfasst REST-APIs, mit denen Sie AutoScale konfigurieren können. Weitere Informationen zu allen für AutoScale verfügbaren APIs finden Sie unter Citrix Cloud-APIs.

Nützliche Info

AutoScale arbeitet auf Bereitstellungsgruppenebene. Es wird für einzelne Bereitstellungsgruppen konfiguriert. AutoScale verwaltet nur die Maschinen in der ausgewählten Bereitstellungsgruppe.

Drainingzustand

AutoScale versucht immer, die Anzahl der eingeschalteten Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe auf die konfigurierte Poolgröße und den Kapazitätspuffer zu beschränken. Hierzu werden die überzähligen Maschinen mit den wenigsten Sitzungen in den “Drainingzustand” versetzt und ausgeschaltet, sobald alle Sitzungen abgemeldet sind. Dies ist der Fall, wenn der Sitzungsbedarf sinkt und laut Zeitplan weniger Maschinen benötigt werden, als eingeschaltet sind.

AutoScale versetzt überzählige Maschinen einzeln nacheinander in den Drainzustand. Sind auf mehren Maschinen gleich viele Sitzungen aktiv, wird die Maschine in den Drainingzustand versetzt, die für die als Ausschaltverzögerung vorgegebene Zeitdauer eingeschaltet war. Dadurch wird vermieden, dass kürzlich eingeschaltete Maschinen in den Drainzustand versetzt werden, da auf ihnen am ehesten weniger Sitzungen aktiv sind. Waren mehre Maschinen für die als Ausschaltverzögerung vorgegebene Zeitdauer eingeschaltet, werden sie von AutoScale nach dem Zufallsprinzip einzeln in den Drainzustand versetzt.

Maschinen im Drainzustand nehmen keine neuen Sitzungen an und warten auf die Abmeldung bestehender Sitzungen. Es werden nur Maschinen zum Abschalten in Betracht gezogen, wenn alle Sitzungen abgemeldet sind. Stehen keine Maschinen sofort für Sitzungsstarts zur Verfügung, werden Sitzungsstarts von AutoScale bevorzugt an Maschinen im Drainzustand weitergeleitet, anstatt neue Maschinen einzuschalten.

Eine Maschine wird aus dem Drainzustand genommen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • Die Maschine ist ausgeschaltet.
  • AutoScale ist für die Bereitstellungsgruppe deaktiviert, zu der die Maschine gehört.
  • AutoScale verwendet die Maschine, um die Anforderungen an den Zeitplan oder den Lastbedarf zu erfüllen. Dieser Fall tritt auf, wenn der Zeitplan (planbasierte Skalierung) oder der aktuelle Bedarf (lastbasierte Skalierung) mehr Maschinen benötigt, als derzeit eingeschaltet sind.

Wichtig:

Stehen keine Maschinen sofort für Sitzungsstarts zur Verfügung, werden Sitzungsstarts von AutoScale bevorzugt an Maschinen im Drainzustand weitergeleitet, anstatt neue Maschinen einzuschalten. Eine Maschine im Drainzustand, die einen Sitzungsstart hostet, bleibt im Drainzustand.

Mit dem PowerShell-Befehl “Get-BrokerMachine” können Sie herausfinden, welche Maschinen im Drainzustand sind. Beispiel: Get-BrokerMachine -DrainingUntilShutdown $true.

Lastindex

Wichtig:

Der Lastindex gilt nicht für VDI-Bereitstellungsgruppen. Er gilt nur für RDS-Bereitstellungsgruppen.

Der Lastindexwert liegt zwischen 0 und 10.000. Er wird anhand der Einstellungen der Citrix-Lastverwaltungsrichtlinie berechnet, die für gleichzeitige Anmeldungen, Sitzungs-, CPU-, Festplatten- und Arbeitsspeicherlast konfiguriert sind. 0 bedeutet, dass eine Maschine ohne Last ist. Eine Maschine mit einem Lastindexwert von 0 befindet sich bei einer Basislast. 10.000 bedeutet, dass eine Maschine vollständig ausgelastet ist und keine weiteren Sitzungen ausführen kann. Der Lastindexwert bestimmt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Maschine Verbindungen erhält. Standardmäßig gilt eine Maschine als voll ausgelastet, wenn sie 250 Sitzungen hostet.

Kapazität und Maschinenregistrierung

Um sicherzustellen, dass AutoScale eine genaue Aufstellung der Maschinen hat, die Sitzungsanfragen annehmen können, berücksichtigt es bei der Kalkulation der Kapazität für eine bestimmte Bereitstellungsgruppe nur bei einer Site registrierte Maschinen. Eingeschaltete Maschinen, die nicht registriert sind, können keine Sitzungsanfragen annehmen. Daher werden sie nicht in die Gesamtkapazität der Bereitstellungsgruppe einbezogen.

Einsatz mehrerer Maschinenkataloge

Bei manchen Sites sind einer Bereitstellungsgruppe mehrere Maschinenkataloge zugeordnet. AutoScale schaltet Maschinen aus jedem Katalog nach dem Zufallsprinzip ein, um die Zeitplan- bzw. die Sitzungsanforderungen zu erfüllen.

Beispiel: Eine Bereitstellungsgruppe hat zwei Maschinenkataloge, Katalog A mit drei eingeschalteten Maschinen und Katalog B mit einer eingeschalteten Maschine. Wenn AutoScale eine weitere Maschine einschalten muss, kann es eine aus Katalog A oder Katalog B einschalten.

Maschinenbereitstellung und Sitzungsbedarf

Der einer Bereitstellungsgruppe zugeordnete Maschinenkatalog muss über genügend Maschinen zum Ein- und Ausschalten bei steigendem und sinkendem Bedarf verfügen. Überschreitet der Sitzungsbedarf die Gesamtzahl der registrierten Maschinen in einer Bereitstellungsgruppe stellt AutoScale lediglich sicher, dass alle registrierten Maschinen eingeschaltet werden. AutoScale stellt keine zusätzlichen Maschinen bereit.

Verfügbarkeit von Überwachungsdaten

Überwachungsdaten sind verfügbar, wenn AutoScale für eine Bereitstellungsgruppe aktiviert ist. Wird AutoScale anschließend wieder deaktiviert, sind die Überwachungsdaten weiterhin verfügbar. AutoScale erfasst Überwachungsdaten in Intervallen von fünf Minuten.

Hinweis:

Wenn Sie die automatische Skalierung für eine Bereitstellungsgruppe anfänglich aktivieren, kann es einige Minuten dauern, bis Überwachungsdaten für diese Bereitstellungsgruppe angezeigt werden.

Instanzgröße

Sie können Ihre Kosten optimieren, wenn Sie die Größe Ihrer Instanzen in öffentlichen Clouds anpassen. Kleinere Instanzen hosten weniger Benutzersitzungen als größere. Daher versetzt AutoScale bei kleineren Instanzen Maschinen viel schneller in den Drainzustand, da die Abmeldung der letzten Benutzersitzung schneller erfolgt. Kleinere Instanzen werden somit schneller ausgeschaltet, wodurch die Kosten gesenkt werden. Citrix empfiehlt die Bereitstellung kleinerer Instanzen, sofern diese Ihren Workload-, Leistungs- und Kapazitätsanforderungen entsprechen.