Product Documentation

Bereitstellungsmethoden

Feb 16, 2018

Eine einzige Bereitstellungsmethode wird wahrscheinlich nicht alle Anforderungen erfüllen.

Es stehen mehrere Methoden für die Anwendungsbereitstellung zur Auswahl. Die Auswahl der geeigneten Methode verbessert Skalierbarkeit, Verwaltung und Benutzererfahrung.

  • Installierte Apps: Solche Apps sind Teil des grundlegenden Desktopimages. Bei der Installation werden DLL-, EXE- und andere Dateien auf das Image-Laufwerk kopiert und Registrierungsänderungen vorgenommen. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Maschinenkatalogen.
  • Gestreamte Apps (Microsoft App-V): Für solche Apps wird eine Profilerstellung durchgeführt und die App werden bei Bedarf auf den Desktops im Netzwerk bereitgestellt. App-Dateien und Registrierungseinstellungen werden in einem Container auf dem virtuellen Desktop abgelegt und vom Basisbetriebssystem sowie untereinander isoliert, was bei der Behebung von Kompatibilitätsproblemen hilft. Einzelheiten finden Sie unter App-V.
  • Apps in einer Schicht (Citrix App Layering): Jede Schicht enthält eine App, einen Agent oder ein Betriebssystem. Durch die Integration einer Betriebssystemschicht, einer Plattformschicht (XenApp und XenDesktop-VDA, Provisioning Services-Agent) und vieler Anwendungsschichten kann ein Administrator problemlos neue, implementierbare Images erstellen. App Layering vereinfacht die Systempflege, da eine Schicht ein Betriebssystem, einen Agent und eine App enthält. Beim Aktualisieren der Schicht werden alle bereitgestellten Images, die diese Schicht enthalten, aktualisiert. Siehe auch Citrix App Layering.
  • Gehostete Windows-Apps: auf einem XenApp-Host mit mehreren Benutzern installierte Apps, die als App und nicht als Desktop bereitgestellt werden. Benutzer greifen nahtlos über den VDI-Desktop oder das Endpunktgerät auf gehostete Windows-Apps zu, ohne dass ersichtlich wird, dass diese remote ausgeführt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Bereitstellungsgruppen.
  • Lokale Apps: auf dem Endpunktgerät bereitgestellte Apps. Die App-Schnittstelle wird in der gehosteten VDI-Sitzung des Benutzers angezeigt, obwohl die App auf dem Endpunkt ausgeführt wird. Weitere Informationen finden Sie unter Lokaler App-Zugriff und URL-Umleitung.

Für Desktops können Sie über XenApp veröffentlichte Desktops oder VDI-Desktops verwenden.

Mit XenApp veröffentlichte Anwendungen und Desktops

Verwenden Sie Serverbetriebssystemmaschinen zum Bereitstellen von mit XenApp veröffentlichten Anwendungen und Desktops.  

Anwendungsfall

  • Gewünscht wird eine kostengünstige, serverbasierte Bereitstellung, um die Kosten für die Bereitstellung von Anwendungen für zahlreiche Benutzer gering zu halten, und gleichzeitig eine sichere High-Definition-Benutzererfahrung zu bieten.
  • Die Benutzer führen vordefinierte Aufgaben aus, es wird keine Personalisierung oder kein Offlinezugriff auf Anwendungen benötigt. Hierzu können aufgabenorientierte Mitarbeiter, wie z. B. Callcenter- und Einzelhandelsarbeitskräfte gehören, oder Benutzer, die Arbeitsstationen gemeinsam verwenden.
  • Anwendungstypen: beliebig

Vorteile und Überlegungen

  • Verwaltbare und skalierbare Lösung für das Datenzentrum.
  • Kosteneffektivste Lösung für die Anwendungsbereitstellung.
  • Gehostete Anwendungen werden zentral verwaltet und Benutzer können die Anwendung nicht ändern, wodurch eine konsistente, sichere und zuverlässige Benutzererfahrung bereitgestellt wird.
  • Benutzer müssen online sein, um auf ihre Anwendungen zuzugreifen.

Benutzererfahrung

  • Benutzer fordern eine oder mehrere Anwendungen von StoreFront über ihr Startmenü oder eine von Ihnen vorgegebene URL an.
  • Anwendungen werden virtuell bereitgestellt und in High Definition auf Benutzergeräten angezeigt.
  • Abhängig von den Profileinstellungen werden Benutzeränderungen gespeichert, wenn die Anwendungssitzung des Benutzers beendet wird. Andernfalls werden die Änderungen werden gelöscht.

Verarbeiten, Hosten und Bereitstellen von Anwendungen

  • Die Anwendungsverarbeitung findet auf den Hostingmaschinen statt, nicht auf den Benutzergeräten. Die Hostingmaschine kann eine physische oder eine virtuelle Maschine sein.
  • Anwendungen und Desktops sind auf einer Serverbetriebssystemmaschine gespeichert.
  • Maschinen werden über Maschinenkataloge verfügbar gemacht.
  • Maschinen aus Maschinenkatalogen sind in Bereitstellungsgruppen organisiert, die Benutzergruppen dieselben Anwendungen bereitstellen.
  • Serverbetriebssystemmaschinen unterstützen Bereitstellungsgruppen, die Desktops oder Anwendungen oder beides hosten.

Sitzungsverwaltung und -zuweisung

  • Auf Serverbetriebssystemmaschinen werden mehrere Sitzungen auf einer einzelnen Maschinen ausgeführt, über die mehrere Anwendungen und Desktops an mehrere, gleichzeitig verbundene Benutzer bereitgestellt werden. Jeder Benutzer benötigt eine einzelne Sitzung, um die gehosteten Anwendungen auszuführen. 

Beispiel: Ein Benutzer meldet sich an und fordert eine Anwendung an. Eine der Sitzungen auf dieser Maschine ist für die anderen Benutzer nicht mehr verfügbar. Ein zweiter Benutzer meldet sich an und fordert eine Anwendung an, die von dieser Maschine gehostet wird. Eine zweite Sitzung auf derselben Maschine ist damit jetzt nicht verfügbar. Wenn beide Benutzer weitere Anwendungen anfordern, werden keine zusätzlichen Sitzungen benötigt, da ein Benutzer mehrere Anwendungen in der gleichen Sitzung ausführen kann. Wenn zwei weitere Benutzer sich anmelden und Desktops anfordern, und zwei Sitzungen auf derselben Maschine verfügbar sind, hostet diese eine Maschine nun vier Sitzungen für vier verschiedene Benutzer.

  • In der Bereitstellungsgruppe, der ein Benutzer zugewiesen ist, wird eine Maschine auf einem Server mit der geringsten Last ausgewählt. Ein Computer mit Sitzungsverfügbarkeit wird nach dem Zufallsprinzip zugewiesen und stellt einem Benutzer bei der Anmeldung Anwendungen bereit.

VM-gehostete Apps

Bereitstellen VM-gehosteter Anwendungen über Desktopbetriebssystemmaschinen

Anwendungsfall

  • Gewünscht wird eine clientbasierte Anwendungsbereitstellungslösung, die eine sichere, zentrale Verwaltung bietet und zahlreiche Benutzer pro Hostserver unterstützt. Benutzern sollen Anwendungen bereitstellt werden, die problemlos in High Definition angezeigt werden.
  • Benutzer sind interne und externe Auftragnehmer, Partner aus Fremdunternehmen und andere vorläufige Teammitglieder. Sie benötigen keinen Offlinezugriff auf gehostete Anwendungen.
  • Anwendungsarten: Anwendungen, die möglicherweise nicht gut mit anderen Anwendungen funktionieren oder mit dem Betriebssystem interagieren, z. B. .NET Framework. Dieser Typ von Anwendungen eignet sich gut für das Hosting auf virtuellen Maschinen.

Vorteile und Überlegungen

  • Anwendungen und Desktops auf dem Masterimage werden sicher verwaltet, gehostet und auf Maschinen im Datenzentrum ausgeführt, womit eine kosteneffektivere Lösung für die Anwendungsbereitstellung bereitgestellt wird.
  • Die Benutzer können bei der Anmeldung willkürlich einer Maschine in einer Bereitstellungsgruppe zugewiesen werden, die für das Hosting einer Anwendung konfiguriert ist. Sie können auch einem einzelnen Benutzer eine einzelne Maschine für die Anwendungsbereitstellung jedes Mal statisch zuweisen, wenn sich der Benutzer anmeldet. Bei statisch zugewiesenen Maschinen kann der Benutzer eigene Anwendungen auf der virtuellen Maschine installieren und verwalten.
  • Das Ausführen mehrerer Sitzungen auf Desktopbetriebssystemmaschinen wird nicht unterstützt. Daher beansprucht jeder Benutzer bei der Anmeldung eine einzelne Maschine innerhalb einer Bereitstellungsgruppe und der Zugriff auf die Anwendungen muss online erfolgen.
  • Bei dieser Methode werden die Serverressourcen für die Verarbeitung von Anwendungen sowie der Speicher für die persönlichen vDisks der Benutzer möglicherweise erhöht.

Benutzererfahrung

  • Die gleiche nahtlose Anwendungserfahrung wie mit gehosteten, freigegebenen Anwendungen auf Serverbetriebssystemmaschinen.

Verarbeiten, Hosten und Bereitstellen von Anwendungen

  • Wie bei Serverbetriebssystemmaschinen, nur dass es sich um virtuelle Desktopbetriebssystemmaschinen handelt.

Sitzungsverwaltung und -zuweisung

  • Desktopbetriebssystemmaschinen führen eine Desktopsitzung von einer Maschine aus. Nur beim Zugriff auf Anwendungen: Ein Benutzer kann mehrere Anwendungen verwenden (und ist nicht auf eine Anwendung eingeschränkt), da das Betriebssystem jede Anwendung als eine neue Sitzung ansieht.
  • Innerhalb einer Bereitstellungsgruppe erhalten Benutzer bei der Anmeldung entweder statischen Zugriff auf eine Maschine (d. h. bei jeder Anmeldung die gleiche Maschine) oder es wird ihnen eine Maschine nach Sitzungsverfügbarkeit zugewiesen.

VDI-Desktops

Verwenden Sie Desktopbetriebssystemmaschinen zum Bereitstellen von VDI-Desktops.

VDI-Desktops werden auf virtuellen Maschinen gehostet und bieten jedem Benutzer ein Desktopbetriebssystem.  

VDI-Desktops benötigen mehr Ressourcen als mit XenApp veröffentlichte Desktops, aber es ist nicht erforderlich, dass die auf ihnen installierten Anwendungen serverbasierte Betriebssysteme unterstützen. Abhängig vom ausgewählten Typ des VDI-Desktops können Desktops außerdem einzelnen Benutzern zugewiesen werden. Dadurch können sie von Benutzern in hohem Maße personalisiert werden.

Beim Erstellen eines Maschinenkatalogs für VDI-Desktops erstellen Sie einen der folgenden Desktoptypen:

  • Zufällige, nicht beständige Desktops (gepoolte VDI-Desktops): Jedes Mal, wenn sich ein Benutzer bei einem dieser Desktops anmeldet, wird ein Desktop aus einem Pool ausgewählt. Der Pool basiert auf einem einzelnen Masterimage. Alle Änderungen an dem Desktop gehen verloren, wenn die Maschine neu gestartet wird.
  • Statischer, nicht beständiger Desktop: Während der ersten Anmeldung wird einem Benutzer ein Desktop aus einem Pool zugewiesen. (Jede Maschine im Pool basiert auf einem einzelnen Masterimage.) Anschließend wird dem Benutzer bei jeder weiteren Anmeldung derselbe Desktop zugewiesen. Alle Änderungen an dem Desktop gehen verloren, wenn die Maschine neu gestartet wird.
  • Statisch beständiger Desktop: Im Gegensatz zu anderen VDI-Desktoptypen können diese Desktops vollständig personalisiert werden. Während der ersten Anmeldung wird einem Benutzer ein Desktop aus einem Pool zugewiesen. Bei nachfolgenden Anmeldungen wird dem Benutzer derselbe Desktop wie beim ersten Mal zugewiesen. Alle Änderungen an dem Desktop bleiben erhalten, wenn die Maschine neu gestartet wird.