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Optimieren von XenMobile-Prozessen

Die Leistung und Stabilität von XenMobile-Prozessen basiert auf vielen Einstellungen in XenMobile und wird durch die Konfiguration von Netscaler und der SQL Server-Datenbank beeinflusst. In diesem Artikel werden die Einstellungen beschrieben, die für eine Optimierung von XenMobile am häufigsten zu konfigurieren sind. Citrix empfiehlt, dass Sie jede der im Artikel beschriebenen Einstellungen überprüfen, bevor Sie XenMobile bereitstellen.

Wichtig:

In diesen Richtlinien wird davon ausgegangen, dass CPU und Arbeitsspeicher des XenMobile-Servers für die Anzahl der Geräte angemessen sind. Weitere Informationen zur Skalierbarkeit finden Sie unter Skalierbarkeit und Leistung.

Die folgenden Servereigenschaften gelten global für alle Vorgänge, Benutzer und Geräte einer XenMobile-Instanz. Beachten Sie, dass bei Änderung einiger Servereigenschaften ein Neustart jedes XenMobile-Serverknotens erforderlich ist. XenMobile benachrichtigt Sie, wenn ein Neustart erforderlich ist.

Diese Richtlinien zur Optimierung gelten für geclusterte und nicht geclusterte Umgebungen.

hibernate.c3p0.idle_test_period

Diese XenMobile-Servereigenschaft ist ein benutzerdefinierter Schlüssel, mit dem die Leerlaufzeit (in Sekunden) festgelegt wird, bevor eine Verbindung automatisch überprüft wird. Konfigurieren Sie den Schlüssel wie im Folgenden beschrieben. Die Standardeinstellung ist 30.

  • Schlüssel: Benutzerdefinierter Schlüssel
  • Schlüssel: hibernate.c3p0. idle_test_period
  • Wert: 30
  • Anzeigename: hibernate.c3p0. idle_test_period
  • Beschreibung: Leerlaufzeit vor Ruhezustand

hibernate.c3p0.max_size

Dieser benutzerdefinierte Schlüssel legt fest, wie viele Verbindungen zur SQL Server-Datenbank von XenMobile maximal geöffnet werden können. XenMobile verwendet den für diesen benutzerdefinierten Schlüssel eingegebenen Wert als Obergrenze. Die Verbindungen werden nur bei Bedarf geöffnet. Wählen Sie Ihre Einstellungen je nach Kapazität des Datenbankservers.

Berücksichtigen Sie die folgende Gleichung in einer Clusterkonfiguration. Ihre c3p0-Verbindung multipliziert mit der Anzahl der Knoten entspricht der tatsächlichen Höchstanzahl an Verbindungen zur SQL Server-Datenbank, die XenMobile öffnen kann.

Wird dieser Wert in geclusterten und nicht geclusterten Konfigurationen mit zu kleinem SQL Server zu hoch angesetzt, kann dies bei Spitzenlast zu Problemen führen. Ein zu niedrig eingestellter Wert bedeutet, dass verfügbare SQL-Ressourcen möglicherweise ungenutzt bleiben.

Konfigurieren Sie den Schlüssel wie im Folgenden beschrieben. Der Standardwert ist 1000.

  • Schlüssel: hibernate.c3p0.max_size
  • Wert: 1000
  • Anzeigename: hibernate.c3p0.max_size
  • Beschreibung: DB-Verbindungen mit SQL

hibernate.c3p0.min_size

Dieser benutzerdefinierte Schlüssel legt fest, wie viele Verbindungen zur SQL Server-Datenbank von XenMobile mindestens geöffnet werden. Konfigurieren Sie den Schlüssel wie im Folgenden beschrieben. Der Standardwert ist 100.

  • Schlüssel: hibernate.c3p0.min_size
  • Wert: 100
  • Anzeigename: hibernate.c3p0.min_size
  • Beschreibung: DB-Verbindungen mit SQL

hibernate.c3p0.timeout

Dieser benutzerdefinierte Schlüssel definiert den Wert für Leerlauftimeouts. Bei einem Datenbankcluster mit Failover empfiehlt Citrix, diesen benutzerdefinierten Schlüssel hinzuzufügen und einzurichten, um Leerlauftimetouts zu reduzieren. Der Standardwert ist 120.

  • Schlüssel: Benutzerdefinierter Schlüssel
  • Schlüssel: hibernate.c3p0.timeout
  • Wert: 120
  • Anzeigename: hibernate.c3p0.timeout
  • Beschreibung: Timeout bei Datenbankleerlauf

Taktintervall der Pushdienste

Diese Einstellung legt fest, wie häufig ein iOS-Gerät prüft, ob zwischenzeitlich eine APNs-Benachrichtigung zugestellt wurde. Eine Erhöhung der APNs-Taktfrequenz kann die Datenbankkommunikation optimieren. Ein zu hoher Wert kann die Arbeitslast unnötig erhöhen. Diese Einstellung gilt nur für iOS-Geräte. Die Standardeinstellung ist 20 Stunden.

Bei einer hohen Anzahl von iOS-Geräten in Ihrer Umgebung kann das Taktintervall zu einer unnötigen Erhöhung der Arbeitslast führen. Sicherheitsaktionen wie das selektive Löschen, das Sperren oder das vollständige Löschen agieren unabhängig vom Takt, da APNs-Benachrichtigungen an das Gerät gesendet werden, wenn diese Aktionen ausgeführt werden. Dieser Wert legt fest, wie schnell eine Richtlinie nach Änderungen an einer Active Directory-Gruppenmitgliedschaft aktualisiert wird. Daher ist es oft sinnvoll, einen Wert zwischen 12 und 20 Stunden zu verwenden, um die Last zu reduzieren.

iOS MDM APNs - Verbindungspoolgröße

Ein zu kleiner APNs-Verbindungpool kann sich negativ auf die APNs-Aktivität auswirken, wenn Sie mehr als 100 Geräte verwenden. Auftretende Leistungsprobleme können eine langsame Bereitstellung von Apps und Richtlinien auf Geräten und eine verzögerte Geräteregistrierung sein. Die empfohlene Einstellung ist 10 oder maximal die Anzahl aller APNs-Server für den geografischen Standort. Der Standardwert ist 10.

auth.ldap.connect.timeout

Bei einer langsamen LDAP-Antwort empfiehlt Citrix das Hinzufügen von Servereigenschaften für den folgenden benutzerdefinierten Schlüssel.

  • Schlüssel: Benutzerdefinierter Schlüssel
  • Schlüssel: auth.ldap.connect.timeout
  • Wert: 60000
  • Anzeigename: auth.ldap.connect.timeout
  • Beschreibung: Zeitlimit für LDAP-Verbindung

auth.ldap.read.timeout

Bei einer langsamen LDAP-Antwort empfiehlt Citrix das Hinzufügen von Servereigenschaften für den folgenden benutzerdefinierten Schlüssel.

  • Schlüssel: Benutzerdefinierter Schlüssel
  • Schlüssel: auth.ldap.read.timeout
  • Wert: 60000
  • Anzeigename: auth.ldap.read.timeout
  • Beschreibung: LDAP-Lesezeitlimit

Weitere Serveroptimierungen

     
Servereigenschaft Standardeinstellung Gründe für ein Ändern dieser Einstellung
Hintergrundbereitstellung 1440 Minuten Die Häufigkeit der Hintergrundbereitstellung von Richtlinien, in Minuten. Gilt nur für immer aktive Verbindungen bei Android-Geräten. Eine häufigere Bereitstellung von Richtlinien verringert die Serverlast. Die empfohlene Einstellung ist 1440 (24 Stunden).
Hardwareinventur im Hintergrund 1440 Minuten Die Häufigkeit von Hardwareinventuren im Hintergrund, in Minuten. Gilt nur für immer aktive Verbindungen bei Android-Geräten. Ein häufigeres Durchführen von Hardwareinventuren verringert die Serverlast. Die empfohlene Einstellung ist 1440 (24 Stunden).
Intervall zur Suche nach gelöschten Active Directory-Benutzern 15 Minuten Die standardmäßige Synchronisierungszeit für Active Directory ist 15 Minuten. Der Wert 0 deaktiviert die Suche nach gelöschten Active Directory-Benutzern. Die empfohlene Einstellung ist 15 Minuten.
MaxNumberOfWorker 3 Zahl der beim Importieren eine großen Anzahl von VPP-Lizenzen verwendeten Threads. Der Standardwert ist 3. Ist eine weitere Optimierung erforderlich, können Sie die Zahl der Threads erhöhen. Bei einer größeren Anzahl von Threads (z. B. 6) führt ein VPP-Import zu einer sehr hohen CPU-Auslastung.

Optimieren der Bereitstellungsplanung für Android-Geräte

Sie können Bereitstellungen für Android-Geräte mit Google Firebase Cloud Messaging (FCM, ehemals Google Cloud Messaging) planen.

Das Aktivieren von FCM für Ihre XenMobile-Umgebung ermöglicht es, Benachrichtigungen an Android-Geräte nahezu in Echtzeit zu versenden, ähnlich dem APNs-Dienst für iOS-Geräte. Wenn FCM konfiguriert ist und XenMobile auf einem Gerät eine Richtlinie aktualisieren oder einen selektiven Löschvorgang vornehmen muss, sendet der XenMobile-Server eine Benachrichtigung an den FCM-Server, der dann die Anforderung an das Clientgerät weiterleitet. Nach Erhalt der Benachrichtigung von FCM stellt das Gerät eine Verbindung mit XenMobile her, um weitere Anweisungen zu erhalten. Berücksichtigen Sie, dass diese Methode auf Servern eines Drittanbieters (Google) basiert und damit verbundene Dienstausfälle außerhalb der Kontrolle Ihrer IT-Abteilung und von Citrix Support liegen.

Weitere Informationen zur Registrierung beim FCM-Dienst finden Sie unter XenMobile and Firebase Cloud Messaging (FCM) Configuration.

Bei Verwendung von FCM für Android müssen Sie folgende XenMobile-Servereigenschaften beachten. Die Eigenschaften verwenden weiterhin das frührere Acronym GCM (Google Cloud Messaging).

  • GCM-API-Schlüssel: der in der Google Developers Console erstellte Schlüssel.
  • GCM-Absender-ID: die Projektnummer in der Google Developers Console.
  • GCM-Registrierungs-ID - TTL: die Frist (in Tagen) bis zum Erneuern der FCM-Registrierungs-ID für das Gerät. Der Standardwert ist 10.
  • GCM-Taktintervall: Der Standardwert ist 6 Stunden.